Sicherung des Wasserstandes am Neusiedler See   

erstellt am
07. 06. 04

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentiert
Eisenstadt (blms) – Die niederschlagsarmen und heißen Jahre mit hoher Verdunstung führten am Neusiedler See im Jahr 2003 zum niedrigsten Wasserstand seit 40 Jahren. Im vergangenen Jahr wurde daher vom Land Burgenland eine Machbarkeitsstudie über eine mögliche Dotierung des Neusiedler Sees zur Sicherung des Wasserstandes in Auftrag gegeben. Landesrat Paul Rittsteuer präsentierte am Freitag (04. 06.) die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die sowohl hydrologisch-technische wie ökologische Aspekte einer Wasserzuleitung aus der Raab bzw. der Donau beleuchtet und bewertet hat.

„Mit den Ergebnissen der nun vorliegenden Machbarkeitsstudie wird uns ein gangbarer, wenn auch sehr komplexer Weg aufgezeigt, wie wir an der Realisierung einer Seedotierung mittels Donauwasser herangehen können. Eine tatsächliche Projektumsetzung ist aber jedenfalls nur in einem mittleren Zeithorizont denkbar“, erklärte Rittsteuer. Auf Grund der Studienergebnisse wird von den Experten im Vergleich der Dotierungsvarianten Raab und Donau einer Wasserzuleitung aus der Donau der Vorrang gegeben. Sehr wesentlich gegen ein Raabprojekt spricht, dass eine Seedotierung prinzipiell nur in den Monaten von Oktober bis März möglich ist. Somit wäre nur eine vorsorgliche Dotierung möglich.

Im Gegensatz dazu ist eine Wasserzufuhr aus der Donau auf Grund der ausreichend vorhandenen Mengen grundsätzlich ganzjährig möglich. Damit könnte auch im Sommer Wasser punktgenau zugeführt werden. „Bezüglich der Kosten wäre natürlich eine Zuleitung aus der Raab im freien Fall günstiger zur realisieren. Donauwasser ist nur über Pumpen-unterstützte Rohrleitungen uns somit zu höheren Kosten von rund 36 Mio. Euro verfügbar“, so Rittsteuer. Als nächste Schritte seien weitere Detailstudien und eventuell auch eine Klimastudie geplant, deren Finanzierung ebenfalls von Land und Bund erfolgen sollen.
     
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