Slowenischer Außenminister Dr. Dimitrij Rupel mit dem Dr. Alois Mock-Europapreis 2004 ausgezeichnet  

erstellt am
07. 06. 04

Verdienste des Außenministers um den slowenischen EU-Beitritt und die europäische Einigung gewürdigt
Wien (övp-pd) - In der heutigen Plenarsitzung des Europa-Forums Wachau in Stift Göttweig wurde Dr. Dimitrij Rupel, langjähriger Außenminister der Republik Slowenien, mit dem Dr. Alois Mock-Europa-Preis 2004 ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde von Vizekanzler a.D. Dr. Alois Mock gemeinsam mit Außenministerin Ferrero-Waldner und dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll überreicht.

"Bei meinem ersten Besuch im unabhängigen Slowenien am 18. Jänner 1992 hat mich Außenminister Rupel in Ljubljana empfangen. Zwölf Jahre später wurde Slowenien in der Ägide von Außenminister Rupel Mitglied der Europäischen Union", sagte Mock aus Anlass der
Preisverleihung.

"Außenminister Rupel personifiziert den historischen Prozess der Länder Zentral- und Osteuropas, der aus den ehemaligen kommunistischen Staaten Mitglieder der Europäischen Union und unsere Mitstreiter für das Friedensprojekt der Europäischen Einigung gemacht hat." Außenminister Rupel habe auch durch seine starke Verbindung zu den Vereinigten Staaten von Amerika, wo er als Botschafter Sloweniens von 1997 bis 2000 tätig war, die Erfahrung und die Bedeutung der transatlantischen Wertegemeinschaft für die Sicherheit und den Frieden in der Welt eingebracht.

Mock sprach sich entschieden für eine Verabschiedung der Europäischen Verfassung aus: "Die Menschen in Europa, insbesondere jene in den neuen Mitgliedstaaten, würden es nicht verstehen, wenn der Fortschritt bei der Entwicklung der Europäischen Union, den eine Verfassung unzweifelhaft darstellt, durch kleinliche Machtspiele in Frage gestellt würde", so Mock.

Mock forderte die Anwesenden auf, die bevorstehenden Europaparlamentswahlen als große Chance der Mitbestimmung bei der Ausgestaltung der Europäischen Union zu verstehen. "Gehen Sie zu den Wahlen - die Entscheidungen im Europäischen Parlament sind von größter Tragweite für künftige Generationen. Wir müssen die besten Leute nach Brüssel schicken", so Mock.

Der Dr. Alois Mock-Europa-Preis, eine Bronzefigur eines Europäers, wurde von dem in Österreich lebenden und wirkenden, griechischen Künstler, Professor Efthymios Warlamis, geschaffen. Außenminister Rupel erhielt auch eine vom slowakischen Dozenten Ivan Galambos kunstvoll kalligrafierte Urkunde überreicht.

Der Dr. Alois Mock-Europa-Preis wird von der Dr. Alois Mock- Europa-Stiftung heuer zum dritten Mal vergeben. Gemäß der Satzung der Stiftung wird mit dem Preis eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die in Forschung oder Lehre, auf den Gebieten des Schrifttums oder der Publizistik, durch ihre Tätigkeit im staatlichen oder kommunalen Bereich, in Organisationen oder im Wirtschaftsleben die europäische Einheit in vorbildlicher Weise gefördert hat. Die
Auswahl erfolgt durch ein hochrangig besetztes Kuratorium.

Die Stiftung, die seit dem Jahr 1994 besteht, fördert seit ihrer Gründung Wissenschaftler und Studenten, deren Dissertationen, Habilitationen oder Diplomarbeiten sich mit wesentlichen Themen Europas beschäftigen. Die heurigen Wissenschafts- und Förderpreise werden an die von einem wissenschaftlichen Beirat unter dem Vorsitz des Präsidenten der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Univ.Prof. Dr. Felix Unger, ausgewählten Preisträger im Rahmen eines Empfanges überreicht, den der niederösterreichische Landesrat Ernest Gabmann am Samstag abend für die Teilnehmer des Europa-Forums Wachau gab.
     
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