Der Löwe von Lendorf bei Klagenfurt  

erstellt am
03. 06. 04

Präsentation des Lendorfer Löwen im Rahmen der 2. Kärntner Römerwoche
Kärtnen (landesmuseum) - Das Landesmuseum hat kürzlich mit Landesmitteln den Lendorfer Löwen aus Privatbesitz angekauft. Der Marmorlöwe, dessen Maul und Vorderpranken abgebrochen sind, wurde 1978 bei Bauarbeiten in der Nähe eines Gräberfeldes unweit der Römerstraße bei Lendorf (Klagenfurt) gefunden. Das Kunstwerk gibt ein eindruckvolles Zeugnis des provinzialrömischen Kunstschaffens der Provinz Noricum und wird dem sogenannten Meister von Virunum zugeschrieben. Prof. Glaser hat den Löwen als römische Bildhauerarbeit aus der Zeit um 200 n. Chr. datiert.

Der Marmorlöwe durfte innerhalb der Grabumfriedung als Grabwächter in die architektonische Ausgestaltung eines Grabbezirkes miteingebunden gewesen sein. Das Haupt des 800 kg schweren Löwen ist erhoben und in römischer Manier über die rechte Schulter gewandt. Der römische Brauch, Löwen als Grabwächter einzusetzen, geht auf etruskische und griechische Traditionen zurück und findet seine Verbreitung im gesamten Imperium. Die römische Provinz Noricum betreffend, lassen sich rund 30 vergleichbare Löwenskulpturen anführen. Dem Lehndorfer Objekt besonders nahe stehen die Grablöwen aus Arnoldstein und Bad Waltersdorf.

Der Löwe wird nun als weitere Attraktion im Lapidarium gegenüber dem Landesmuseum in Klagenfurt aufgestellt.

Wo: Lapidarium, Mießtalerstraße gegenüber dem Landesmuseum
Wann: Freitag, 4. Juni, 12:00Es sprechen:
Direktor Dr. Friedrich Leitner und Univ. Doz. Dr. Heimo Dolenz
Anschließend Führung durchs Lapidarium mit Univ. Doz. Dr. Heimo Dolenz
http://www.landesmuseum-ktn.at
     
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