Salzburger Filmproduktion: Zuschauerrekord im ORF  

erstellt am
01. 06. 04

Haslauer: Hoher Werbewert für den Pinzgau / 1,27 Millionen sahen die »Bauernprinzessin«
Salzburg (lk) - Die Salzburger Filmproduktion „Bauernprinzessin“ erreichte einen Zuschauerrekord im Österreichischen Rundfunk. Trotz Konkurrenz durch das Finale der Fußball-Champions-League in ORF 1 erzielte der moderne Heimatfilm des Salzburger Produzenten SK Film, „Bauernprinzessin“, bei seiner Erstausstrahlung am vergangenen Mittwoch, 26. Mai, in ORF 2 einen Marktanteil von 46 Prozent (17,2 Prozent Reichweite). Die Ausstrahlung im Bayerischen Fernsehen in der ersten Oktoberwoche wird mit Spannung erwartet. Der Film habe einen sehr hohen touristischen Werbewert für die Salzburger Gemeinden Rauris und Lend-Embach. Der Erfolg bestätige die Bemühungen des Landes, den Ausbau des Film- und Medienstandortes Salzburg weiter voranzutreiben, sagte dazu Tourismusreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer am Freitag (28. 05.).

Bis zu 1,27 Millionen Menschen haben die berührende Geschichte der jungen Bäuerin Anna Pichler (gespielt von Sissi Wolf) an den Bildschirmen verfolgt. Anna Pichler wird in diesem Film nach dem Tod ihres Vaters überraschend Alleinerbin des Bergbauernhofes und führt diesen gegen den Widerstand aller Verwandten mit Hilfe eines bosnischen „Knechtes“ (Roman Knizka) weiter. Günther Maria Halmer, Erni Mangold und Christa Posch glänzen in weiteren Hauptrollen in diesem mit überraschenden Wendungen, viel Gefühl und wunderschönen Landschaftsaufnahmen aus dem Salzburger Raurisertal gespickten modernen Bergbauerndrama.

„Als Josef Koschier im August 2003 bei der Salzburg Agentur einen Antrag auf Filmförderung gestellt und das Projekt – damals mit dem Arbeitstitel „Prinzessin Bäuerin“ – präsentiert hatte, war uns klar, dass diese Geschichte etwas ganz Besonderes ist“, erinnerte sich Fritz Urban, der Vorsitzende des Salzburger Filmbeirates. „Dieser Erfolg bestätigt die Wichtigkeit unserer Arbeit im Beirat und die Richtigkeit, dass das Land Wirtschaftsförderungsgelder für die Herstellung von kommerziellen Film- und TV-Projekten einsetzt.“

Für Wirtschafts- und Tourismusreferent Haslauer werden damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: „Zum einen wird durch nachhaltige Unterstützung von Filmproduktionen dieser Art ein touristischer Werbewert für Salzburg erzeugt, der mit herkömmlicher Tourismuswerbung nicht erzielt werden kann, zum anderen löst eine permanente Nachfrage nach Dienstleistungen rund um Filmproduktionen auch einen enormen wirtschaftlichen Effekt in der Region aus. Ein Umstand, der die wichtige Weiterentwicklung Salzburgs als Film- und Medienstandort begünstigt“, so Haslauer.

Rund 1,4 Millionen Euro für 15 Filmprojekte
Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren durch das Wirtschaftsressorts rund 1,4 Millionen Euro in 15 kommerzielle Filmprojekte mit Produktionskosten von insgesamt rund 29 Millionen Euro netto investiert. Dadurch konnte ein direkter Wertschöpfungseffekt (Direktausgaben im Land Salzburg während der Dreharbeiten) von rund 4,5 Millionen Euro ausgelöst werden; also mehr als das Dreifache der Förderung. Weitere Projekte sind bereits in Planung. Der ebenfalls in Salzburg gedrehte Wolf-Haas-Film „Silentium“ wird am 24. September 2004 seine Kinopremiere feiern.

Die Salzburg Agentur, die Standortmarketing-Gesellschaft des Landes und der Stadt Salzburg, dient seit April 2002 als zentrale Ansprechstelle für kommerzielle Filmproduktionen in Salzburg und steht den Produzenten bei der Realisierung ihrer Filmprojekte unterstützend zur Verfügung.
     
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