LR Martinz: Kärnten hat EU-Mittel maximal ausgeschöpft  

erstellt am
08. 06. 04

Klagenfurt (lpd) - Über 70 Prozent der Mittel bereits in Projekten gebunden, Kärnten nimmt Vorreiterrolle ein Mehr als 70 Prozent der vorhandenen EU-Fördermittel sind bereits in Projekten gebunden. Kärnten nimmt damit eine Vorreiterrolle in Österreich ein. Das sagte EU-Referent Landesrat Josef Martinz am Montag (07. 06.) bei einer Pressekonferenz. Positive Halbzeit-Bilanz konnte der EU-Referent bezüglich der INTERREG- und LEADER+-Programme ziehen. „Das EU-Parlament hat Kärnten Mittel zur Verfügung gestellt, damit wir in Form von Projekten und Programmen unseren ländlichen und grenznahen Raum stärken. Kärnten hat die Mittel jetzt zur Halbzeit maximal ausgeschöpft, weil die Regionen massiv eingebunden worden sind und die Koordination wie Kooperation der Referate maximal ausgenutzt worden sind“, sagte Martinz.

Kärnten ist Nettobezieher, das heißt von der EU fließen mehr Mittel nach Kärnten als umgekehrt. Insgesamt seien für die Strukturperiode 2000 bis 2006 750 Millionen Euro für Kärnten verfügbar.

„Jährlich heißt das, dass wir in alter Währung fast eine Milliarde Schilling nach Kärnten holen“, rechnete Martinz vor. Das Volumen der bisher 310 INTERREG- und LEADER+-Projekte betrage 55 Millionen Euro, die Förderhöhe dabei mache 22 Millionen Euro aus. Ohne die Beschlüsse der EU wären diese Strukturfördermittel für Kärnten nicht möglich, hätte es keine stärkende Initiative in den Regionen gegeben und seien keine Impulse in grenznahen Gebieten Kärntens gesetzt worden.

Mit diesen Mitteln würden Projekte finanziert, die unseren ländlichen Raum stärken, eine nachhaltige Entwicklung einleiten. Die Bevölkerung könnte sich durch die Initiativen vor Ort stärker mit ihrer Region identifizieren. „Projekte jeder Art machen besonders dann einen Sinn, wenn sie eine wertschöpfungsteigernde Wirkung haben und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe steigt“, so Martinz.

Die Abwicklung der INTERREG- und LEADER+-Projekte erfolge über die EU-Programmgeschäftsstelle in der Kärntner Landesregierung. Die Projekte betreffen den Tourismus, die Umwelt, die Kultur, die Arbeitswelt oder die Bildung. So seien mit EU-Mitteln die Via Alpina, ein Netzwerk von regionalen und nationalen Wanderwegen auf einer Länge von 6.000 Kilometern, der Griffner Schlossberg, der Drauradweg mit der Hängebrücke Santa Lucia, der Hemma Pilgerweg, Alpinetwork, das Drautalhaus – Holzbau, der Zusammenschluss der Biobauern im Alpe Adria Raum, der Schutz der Carnica Biene und vieles mehr. In Zukunft sei es wichtig, dass Projekte grenzüberschreitend wirken. „Die Verhandlungen für die neue Strukturperiode laufen derzeit. Die EU wird voraussichtlich unter dem Aspekt der erweiterten EU einen Hauptschwerpunkt auf grenzüberschreitende Projekte legen“, berichtete Martinz. Vor allem auf Forschung und Entwicklung, Innovationen, den Ausbau sekundärer Netze, das heißt Zubringerdienste in Verkehrsnetzen, Breitbandtechnologien oder Kommunikationsschienen, die Reinhaltung der Umwelt sowie die Beschäftigung werden Themenschwerpunkte der neuen EU-Förderungen sein.
     
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