Wien ehrt Rechnungshofpräsident Dr. Franz Fiedler   

erstellt am
08. 06. 04

Wien (rk) - Mit einer der höchsten Auszeichnungen, die das Land Wien zu vergeben hat, wurde der scheidende Rechnungshofpräsident Dr. Franz Fiedler geehrt. Landeshauptmann Dr. Michael Häupl überreichte ihm am Montag (07. 06.) im Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

Die Laudatio hielt Magistratsdirektor Dr. Ernst Theimer. Er würdigte Fiedler als eine Persönlichkeit, deren Wort Gewicht hat und deren Meinung zählt; als unbequemen Mahner und als Autorität, nicht nur Kraft des hohen Amtes, das er ausübt, sondern vor allem auf Grund der Art und Weise, wie er es ausübt: Objektiv, Respekt gebietend, moralisch und fachlich unangreifbar. Fiedler sei in den zwölf Jahren seiner Amtszeit als Rechnungshofpräsident ein Symbol der Korrektheit, der Unbestechlichkeit und der Unparteilichkeit geworden. Die unverzichtbare Institution Rechnungshof habe in seiner Amtszeit an Akzeptanz und Reputation noch gewonnen. Für Wien war die Arbeit des Rechnungshofes in der Ära Fiedler ein überaus wichtiges und wertvolles Korrektiv, seine Berichte waren, auf hohem fachlichem Niveau, stets um kritische Fairness bemüht. Theimer verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass dies auch in Zukunft so sein möge.

Fiedler unterstrich in seiner Dankesrede, dass sich in seiner Amtszeit das Verhältnis zwischen dem Rechnungshof und der Stadt Wien wesentlich verbessert habe und heute geradezu idealtypisch ausgeprägt sei. Bei allen unterschiedlichen Meinungen, wie sie zwischen Kontrollinstanzen und geprüften Einrichtungen immer vorkommen, überwiegt eindeutig das Gemeinsame. Fiedler dankte für diese Entwicklung namentlich Landeshauptmann Häupl und Magistratsdirektor Theimer. Er wies auch auf das ausgezeichnete Verhältnis zum Wiener Kontrollamt hin, mit dessen Direktor Dr. Alois List Prüfungsprogramme koordiniert wurden. Denn, betonte Fiedler, Kontrolle braucht funktionierende Netzwerke. Er hoffe, so der scheidende Rechnungshofpräsident, dass das Verhältnis zwischen Rechnungshof und Wien auch unter seinem Nachfolger so gut bleibe wie jetzt.
     
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