Industrieproduktion in Eurozone um 0,2% gestiegen  

erstellt am
21. 06. 04

Zunahme in der EU25 um 0,5%
Brüssel (eu-int) - Die saisonbereinigte Industrieproduktion1 der Eurozone2 ist im April 2004 gegenüber dem Vormonat März um 0,2% gestiegen. Dies geht aus heute veröffentlichten Schätzungen von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, hervor. Die Produktion stieg im März3 und im Februar um 0,3%. Die Produktion in der EU25 stieg im April 2004 um 0,5%, nach einem Anstieg um 0,2% im März und um 0,3% im Februar.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Industrieproduktion im April 2004 in der Eurozone um 1,7% und in der EU25 um 2,4%.

Monatsvergleich
Die Produktion von Vorleistungsgütern stieg im April 2004 gegenüber dem Vormonat in der Eurozone um 1,3% und in der EU25 um 1,4%. Investitionsgüter legten um 0,9% bzw. 1,3% zu. Die Produktion von Gebrauchsgütern stieg in beiden Zonen um 0,7%, bei Verbrauchsgütern war in der Eurozone ein Rückgang um 0,2%, in der EU25 jedoch eine Zunahme um 0,2% zu verzeichnen. Die Produktion im Energiesektor sank, und zwar in der Eurozone um 1,7% und in der EU25 um 0,6%.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten im April 2004 zehn eine steigende und neun eine sinkende Industrieproduktion. Die höchsten Steigerungsraten verbuchten Litauen (+4,0%), Polen (+3,6%) und Schweden (+3,1%). Dagegen verbuchten die Niederlande (-3,4%), Portugal (-2,7%), und Belgien (-2,2%) die deutlichsten Produktionsrückgänge.

Jahresvergleich
Die Produktion von Investitionsgütern stieg im April 2004 gegenüber dem Vorjahresmonat in der Eurozone um 2,5% und in der EU25 um 3,1%. Vorleistungsgüter legten um 2,2% bzw. 3,1% zu. Bei den Gebrauchsgütern stieg der Wert in der Eurozone um 2,1% und in der EU25 um 3,6%. Die Produktion im Energiesektor stieg um 2,0% bzw. 1,6%. Bei den Verbrauchsgütern stieg der Wert in der Eurozone um 0,5% und in der EU25 um 1,2%.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten im April 2004 sechzehn eine steigende und drei eine sinkende Industrieproduktion. Die höchsten Steigerungsraten waren in Litauen (+23,3%), Polen (+21,8%), der Tschechischen Republik (+10,1%), Slowakei (+5,0%) und Schweden (+4.6%) zu verzeichnen, die einzigen Rückgänge in Portugal (-2,9%), Belgien (-1,0%) und Slowenien (-0,8%).

1. Zur Methodik siehe Pressemitteilung 38/2000 vom 23. März 2000; zu den gegenwärtig verwendeten Gewichten siehe Pressemitteilung 68/2003 vom 17. Juni 2003.
2. Eurozone: Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland.
3. Die Daten für die vorhergehenden Monate wurden gegenüber den in der Pressemitteilung 64/2004 vom 17. Mai 2004 veröffentlichten Daten revidiert. Die Daten für März 2004 lauteten wie folgt: gegenüber dem Vormonat -0,2% in der Eurozone und in der EU25 und gegenüber dem Vorjahresmonat +1,0% in der Eurozone und +1,4% in der EU25.
4. Gesamte Industrie (ohne Baugewerbe). Gemäß der Ratsverordnung Nr. 1165/98 veröffentlicht Eurostat, soweit verfügbar, national saisonbereinigte Daten. Für die übrigen Mitgliedstaaten (Tschechische Republik, Griechenland, Spanien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg und Österreich) nimmt Eurostat die Bereinigung selbst vor. Somit werden zur Saisonbereinigung der nationalen Reihen unterschiedliche Methoden benutzt.

Die saisonbereinigten Reihen für die Eurozone, die EU15 und die EU25 werden durch Aggregation der arbeitstäglich bereinigten Reihen der Mitgliedstaaten und anschließende Saisonbereinigung berechnet. Die saisonbereinigten Daten für die gesamte Industrie (ohne Baugewerbe) beruhen daher nicht auf einem Aggregat der saisonbereinigten Indizes der Mitgliedstaaten, sondern unmittelbar auf den von den Mitgliedsländern gelieferten arbeitstäglich bereinigten Reihen. Die saisonbereinigten Wachstumsraten der Eurozone, der EU25 und der EU15 können daher von den gewichteten Wachstumsraten der Mitgliedstaaten abweichen.

Dies bedeutet auch, dass das Aggregat nicht auf den veröffentlichten Teilergebnissen (Vorleistungs-, Investitions-, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter, Energie) beruht.
     
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