Michael Lang zum APA-Chefredakteur designiert  

erstellt am
21. 06. 04

Wien (öjc) - Im August 2005, zum Zeitpunkt der Übersiedlung der APA an den neuen Standort am Naschmarkt in Wien, soll es in der Führung der Redaktion der österreichischen Nachrichtenagentur zu einem Wechsel kommen. Chefredakteur Wolfgang Mayr (60) zieht sich aus seiner Funktion zurück und tritt in den Ruhestand, der stv. Chefredakteur Michael Lang (40) wird ihm als APA-Chefredakteur nachfolgen. Als "Zeichen der Kontinuität und der reibungslosen Übergabe der Redaktionsgeschäfte" wurde Lang am Freitag von den Eigentümer-Gremien zum Nachfolger Mayrs designiert.

Zugleich wurden Johannes Bruckenberger (36), bisher Chef vom Dienst, sowie Thomas Karabaczek (41), derzeit Leiter des APA-Büros in Brüssel, mit Wirkung vom 1. Juli 2004 zu stellvertretenden Chefredakteuren bestellt. Gemeinsam mit Lang sollen sie nach dem Ausscheiden Mayrs die künftige Chefredaktion der APA stellen. Der Beschluss über die personellen Weichenstellungen fiel einstimmig.

Wolfgang Mayr, seit knapp 36 Jahren Mitglied der APA-Redaktion und seit 1997 Chefredakteur, führt die Geschäfte bis Ende Juli 2005 in vollem Umfang weiter. Wichtige Grundsatzentscheidungen bzw. auch personelle Weichenstellungen wird er - wie schon in der jüngeren Vergangenheit - gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern der Chefredaktion treffen. Lang, Bruckenberger und Karabaczek verbleiben bis Sommer 2005 unverändert in ihren jetzigen Funktionen. Nach seinem Rückzug wird Mayr der APA weiter für Sonderaufgaben und spezielle Projekte zur Verfügung stehen.

"Die Übersiedlung in den neuen Newsroom, mit veränderten räumlichen Strukturen und optimierten Redaktionsabläufen stellt für die Redaktion der APA eine wesentliche Zäsur dar und scheint deshalb ein günstiger und geeigneter Zeitpunkt für die Übergabe der Leitungsfunktion", erklärten APA-Chefredakteur Mayr und Geschäftsführer Wolfgang Vyslozil im Anschluss an die Gremiensitzungen.

Michael Lang wurde am 9. März 1964 Wien geboren. Nach der Absolvierung des Theresianums und einer Ausbildung zum Milizoffizier studierte er einige Semester Jus an der Universität Wien, ehe er 1985 zunächst als freier Mitarbeiter bei mehreren österreichischen Medien journalistisch tätig wurde. 1988 trat Lang in die Chronik-Redaktion der APA ein, 1994 wurde er mit der Leitung dieses Ressorts betraut. Seit 1997 ist Lang stellvertretender Chefredakteur der APA und war rund um den Start der heimischen Privatradios unter anderem mit der Leitung des Projektes "APA-Audio" betraut. Im Jahr 2000 übernahm Lang das Profit Center "APA-MultiMedia". Er leitet derzeit das Neubau-Projekt und gemeinsam mit Johannes Bruckenberger auch das Projekt "Newsroom neu".

Johannes Bruckenberger wurde am 12. Februar 1968 in Bad Ischl (OÖ.) geboren. Nach der Handelsakademie-Matura studierte er einige Semester Betriebswirtschaftslehre, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Politikwissenschaft. Von 1994 bis 1998 war er freier Mitarbeiter für die APA - unter anderem für die Journale Medien, Bildung, Forschung und das Chronik-Ressort. Daneben schrieb er für das vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) herausgegebene "Wozu - Fachjournal für die wissenschaftliche Forschung" und für die "Salzkammergut Zeitung". 1998 wurde Bruckenberger Medienredakteur der APA, seit 2000 ist er Chef vom Dienst.

Dr. Thomas Karabaczek wurde am 16. November 1962 in Istanbul geboren. Nach der Matura am österreichischen Sankt Georgs-Kolleg in Istanbul studierte er Wirtschaftswissenschaften (Handelswissenschaften, Volkswirtschaft) an der Universität Wien. Daneben war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am "Ost- und Südosteuropainstitut" sowie freier Mitarbeiter bei der Wochenzeitung "IW Internationale Wirtschaft". 1992 trat Karabaczek in das Wirtschaft-Ressort der APA ein, 1995 wurde er von der APA als EU-Korrespondent nach Brüssel entsandt. Seit 1999 leitet er das APA-Büro in der EU-Hauptstadt. Karabaczek spricht neben Englisch und Französisch noch fließend Türkisch, Russisch und Niederländisch.

Quelle: Österreichischer Journalisten Club
     
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