Sinkende Belastung der österreichischen Wirtschaft  

erstellt am
18. 06. 04

Ergebnisse des Belastungsbarometers bei Erhebungen der Statistik Austria 2001 bis 2003
Wien (statistik austria) - der Zeitaufwand der österreichischen Unternehmen für das Ausfüllen der Fragebögen der Statistik Austria betrug im Jahr 2003 rund 811.000 Stunden und lag damit um 9,9% unter dem Wert von 2001. Dies geht aus dem von der Statistik Austria gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich entwickelten „Belastungsbarometer“ hervor. Dieser beachtliche Rückgang des Zeitaufwandes wurde vor allem durch Verringerungen der Stichprobenmasse, Anhebung von Meldeschwellen und verstärkte Nutzung von Verwaltungsdaten erzielt.

In das Belastungsbarometer einbezogen sind alle periodischen wirtschaftsstatistischen Erhebungen der Statistik Austria mit Meldepflicht. Es handelt sich um insgesamt sechs verschiedene Erhebungen mit monatlicher und jährlicher Periodizität, die überwiegend nach EU-einheitlichen Vorgaben und Konzepten durchgeführt werden, und für die gemäß den nationalen Rechtsvorschriften Meldepflicht besteht. Inhaltlich beziehen sich diese Erhebungen auf den EU-Binnenhandel (Intrastat), die konjunkturellen Entwicklungen, die Leistungs- und Strukturdaten und den Straßengüterverkehr.

Insgesamt waren im Jahr 2003 rund 49.000 Unternehmen meldepflichtig. Das sind rund 15% aller Unternehmen. Klein- und Kleinstunternehmen sind aufgrund von Schwellenwerten von Meldepflichten gänzlich befreit oder werden nur durch Stichproben abgedeckt. Die Belastung konzentriert sich daher in erster Linie auf die größeren Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten. Mehr als die Hälfte aller meldepflichtigen Unternehmen hatte trotzdem nur einen Meldeaufwand von bis zu zwei Stunden im Jahr. Lediglich 8,7% aller meldepflichtigen Unternehmen haben einen Arbeitsaufwand von einer Woche oder mehr im Jahr.

Mehr als die Hälfte (55,8%) des gesamten Meldeaufwandes entfällt auf die Intrastat-Meldeverpflichtung, gefolgt von der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich (22,3%) und der Leistungs- und Strukturerhebung mit 10,7%. Demgemäß ist die Belastung auf die Unternehmen im Sachgüterbereich und im Handel konzentriert. Auf diese beiden Bereiche entfällt drei Viertel des Gesamtzeitaufwandes.

Der beachtliche Rückgang des für das Ausfüllen der Erhebungsbögen notwendigen Zeitaufwandes dokumentiert die Bemühungen der Statistik Austria, dem im Bundesstatistikgesetz festgelegten Grundsatz der Minimierung der Belastung der Auskunftspflichtigen zu entsprechen. Der für die Erstellung der amtlichen Wirtschaftsstatistik notwendigen Belastung der Unternehmen ist jedoch der Informationsgewinn für die Wirtschafts- und Konjunkturpolitik gegenüber zu stellen, der durch diese Erhebungen aktuelle und umfassende statistische Daten zur Verfügung stehen.
     
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