Hochkarätige Konferenz über Breitband-Technologie  

erstellt am
17. 06. 04

3-tägige Konferenz reflektiert Standort Österreich
Wien (rk) - "Österreich braucht mehr Breitband-Technologie", das war eine der wichtigsten Botschaften, die im Rahmen der "Breitband Business 2004"-Konferenz präsentiert wurden. Die Konferenz, die vom Institute for International Research (IIR) organisiert wurde, fand im Beisein von hochkarätigen Experten vom 14.-16.Juni in den Vienna Twin Towers statt. Dabei wurde die Stellung Österreichs in der Informationsgesellschaft im internationalen Vergleich beleuchtet und kommentiert. Durch den Aktionsplan "eEurope 2005" - eine EU-Initiative - soll Europa zukünftig einen Spitzenplatz in der Informationsgesellschaft einnehmen. Österreich, vor allem Wien als Wirtschaftsstandort, könnte von dieser Technologieoffensive enorm profitieren.

eEurope 2005
Nach dem Aktionsplan "eEurope 2002", bei dem der Schwerpunkt auf der Erhöhung der Internetzugänge lag, steht nun bei "eEurope 2005" die Nutzung dieser Anschlüsse, die Förderung von Diensten, Anwendungen und Inhalten bei beschleunigtem Ausbau eines sicheren Internet-Breitbandzuganges im Vordergrund.

Hauptziele des Aktionsplanes sind der Onlinezugang zu möglichst modernen öffentlichen Diensten, wie Behördendienste (E- Government), Dienste für computerunterstütztes Lernen (E- Learning), Online-Gesundheitsdienste (E-Health) und die Schaffung eines dynamischen Umfelds für den elektronischen Geschäftsverkehr (E-Business). Voraussetzung dafür sind: eine sichere Infrastruktur und Breitbandzugänge zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Die Situation in Österreich
Österreich ist laut ADL Global Broadband Report 2003 nach einer relativ frühen Einführung von Breitbanddiensten im internationalen Vergleich wieder ins Mittelfeld abgerutscht. Grund für die geringe Breitbandpenetration (19 %) ist der hohe Kostenfaktor der Umstellung von Schmal- auf Breitband.

Auch wurde darauf hingewiesen, dass eine grundsätzliche Erschließung von 87 % der Bevölkerung - also flächendeckend - für Endkunden-Breitband-Dienste per ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) möglich wäre. In entlegenen Gebieten, die nicht mit ADSL erschlossen werden können, wäre, nach technischer Ausreifung, der Einsatz von Breitband-WLAN (Wireless Local Area Network) möglich.

"Die Verfügbarkeit von Breitbandtechnologien wird die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen global massiv verändern, und somit zur Standort-Frage", sagte DI Gérald Clerckx, Innovation Manager der Telekom Austria. Der Ausbau der Breitband- Infrastruktur von Städten bestimmt bereits heute über die Attraktivität eines jeden Standortes."
     
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