Acht Lebensretter von Innenminister Strasser ausgezeichnet  

erstellt am
15. 06. 04

Wien (bmi) - Eine offizielle Würdigung ihres dienstlichen Einsatzes durften am 14. Juni 2004 acht Gendarmen erleben. Den Beamten wurde bei einem Festakt in der Polizeidirektion Wien durch Innenminister Dr. Ernst Strasser die "Goldene Medaille am Roten Bande" für Verdienste um die Republik Österreich überreicht. "Diese Lebensrettungen haben Sie unter Einsatz Ihres eigenen Lebens erbracht", so der Ressortchef in seiner Rede.

Die Hochwasserkatastrophe des Jahres 2002 ist noch in lebhafter Erinnerung: Bezirksinspektor Alfred Mannen, Bezirksinspektor Michael Schneider und Gruppeninspektor Gottfried Grundböck, alle vom Landesgendarmeriekommando Niederösterreich, haben damals als Flugretter rund 90 so genannte Taubergungen durchgeführt. So konnten zahlreiche Kleinkinder, kranke, gebrechliche und gehbehinderte Menschen sowie eine Hochschwangere unter schwierigsten Wetterbedingungen in Sicherheit gebracht werden.

Inspektor Martin Furlan konnte im Dezember 2003 in Vorarlberg gemeinsam mit einer Kollegin einen bereits bewusstlosen Mann aus einem brennenden Gebäude retten, dessen Stiegenhaus unmittelbar nach der Bergung einstürzte. Revierinspektor Hans Hofer bewies nur einen Tag später in Niederösterreich seinen Mut, als er eine bettlägerige 79-jährige Frau und deren Tochter den Flammen entriss.

Der Kärntner Chefinspektor Thomas Riegler wiederum hielt unter Einsatz all seiner Erfahrung einen Lebensmüden vom Sprung von der Twimbergbrücke der Südautobahn ab.

Eine fliegerische Glanzleistung erbrachten Revierinspektor Dietmar Dorfer als Flugretter und Bezirksinspektor Johann Pletzer als Hubschrauberpilot im vergangenen Februar: Ein Eis-Surfer war in das dünne Eis des Wörthersees eingebrochen, und konnte vom Team der Flugeinsatzstelle Klagenfurt per Kufenbergung aus dem See gerettet werden.
     
zurück