Startschuss für Österreichische Gewebebank in Krems  

erstellt am
15. 06. 04

Pröll: Signal für Standortqualität und Technologiearbeit
Krems (lpd) - Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Ernest Gabmann gaben am Montag (14. 06.) Vormittag den offiziellen Startschuss für die Österreichische Gewebebank in Krems. „Dieses Projekt stärkt nicht nur den Biotechnologiestandort Krems, sondern ist für ganz Österreich federführend“, betonte Pröll. Niederösterreich übernehme damit eine Pionierrolle, denn die Gewebebank sei ein Signal für die Standortqualität und die Technologiearbeit Niederösterreichs. Pröll: „Damit werden sowohl medizinische Effekte gesetzt als auch der Arbeits- und Bildungsmarkt in Niederösterreich belebt.“

Für Landesrat Ernest Gabmann hat die Gewebebank Vorbildcharakter in Europa. Schlüsseltechnologien müssten verstärkt eingesetzt werden. Forschung, Ausbildung und Anwendung seien in Krems beispielhaft vereint.

Die Österreichische Gewebebank beschäftigt sich mit der umfassenden Versorgung Österreichs mit sicheren und qualitativ hochwertigen Gewebetransplantaten. So sorgt sie für die Bereitstellung von arzneimittelgerecht aufbereiteten Gewebetransplantaten, die in der Orthopädie, in der Unfallchirurgie und bei Operationen eingesetzt werden. In den Ausbau in Krems wurden bisher rund 430.000 Euro investiert. Die Wirtschaftsagentur ecoplus und das Land Niederösterreich haben die Trägergesellschaft der Gewebebank wesentlich unterstützt.

In einem weiteren Schritt wird derzeit von der im Regionalen Innovationszentrum ansässigen Firma Ars Arthro Knochenmaterial aufbereitet und von der Gewebebank den österreichischen Spitälern zur Verfügung gestellt. Die Gewebebank ist derzeit eine niederösterreichische Initiative und soll zu einer gesamtösterreichischen Gewebebank ausgebaut werden. Die anderen Bundesländer sind eingeladen, sich an der Gesellschaft zu beteiligen.
     
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