Architekturzentrum Wien: Pläne 2005  

erstellt am
03. 02. 05

Wien (rk) - Nach einem erfolgreichen Jahr 2004, das dem Architekturzentrum Wien einen Besucherzuwachs und positive in- und ausländische Medienresonanz brachte, gab das Führungsteam des Hauses um Dietmar Steiner am Mittwoch (02. 02.) die Pläne für das laufende Jahr bekannt. Eine Reihe von Ausstellungen, von der Personale "Ottokar Uhl" bis zur 3. Etappe der "a_schau" , Veranstaltungen wie Stadtdialoge, Symposien, Diskussionen und die beliebten "sonntags"-Touren geben die Linie vor, ein breites Spektrum der Architekturvermittlung zu verfolgen. Besondere Priorität wird der Stellung Architekturzentrums als wissenschaftliche Institution eingeräumt.

Ausstellungen von Ottokar Uhl bis zur Wien-Architektur
Das Ausstellungsprogramm des Jahres startet mit einer Gesamtschau des Werkes von Ottokar Uhl (3. März bis 13. Juni), das aus heutiger Sicht beleuchtet wird. Uhl hat unter anderem mit Modellen des partizipativen Bauens eine Vorreiterrolle eingenommen. Dem "Neuen Bauen in Vorarlberg" ist die Schau "Konstruktive Provokation" gewidmet, die sich vom 30. Juni bis 29. August mit der Dichte zeitgenössischer Architektur und ihrer Qualität im westlichsten Bundesland auseinandersetzt. "Vom Keller zum Kult" führt die Ausstellung "WeinArchitketur" (22. September 2005 bis 6. Februar 2006), die dem Boom in diesem Bereich anhand von 70 Projekten teils prominenter Architekten in Österreich und ausländischen Beispielen nachgeht und die neue Typologie dieser Bauaufgabe erforscht. Am 13. Oktober wird schließlich die 3. Etappe der "a_schau. Österreichische Architektur im 20. und 21. Jahrhundert" eröffnet, womit dieses schon bisher sehr erfolgreiche Projekt einer umfassenden Dokumentation architektonischen Schaffens von der frühen Moderne bis zur Gegenwart komplettiert wird. Die Ausstellungen "Ottokar Uhl" und "WeinArchitektur" werden von Publikationen begleitet, ebenso erscheint ein Bauch zur Schau "Austrian Phenomenon".

Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Ausstellungsprojekte, Diskussionen, Filmvorführungen, einen "Stadtdialog" - gemeinsam mit der Stadtplanung Wien - zum Thema "Einkaufsflächen in Wien" am 6. April, am 15. und 16. April ein Symposium zum Schaffen des austro-amerikanischen Moderne-Pioniers Bernard Rudofsky und den 13. Wiener Architekturkongress zum Thema "Architektur der Freizeit" im November.

Die beliebten "sonntags"-Touren setzen sich unter anderem auf die Spuren von Ottokar Uhl, innovativer Wohnprojekte und der Wiederaufbau-Zeit. Einmal geht es ins Ausland zur "tour rhein ruhr".

Architekturzentrum als Wissenzentrum
Besonders Augenmerk schenkt das Architekturzentrum seiner Aufgabe der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und der Wissensweitergabe, die auch immer wieder die Ausstellungen des Hauses prägen. Mit dem in ständiger Entwicklung begriffenen Architektur Archiv Austria, der online Datenbank des Az W, seiner Archiv - Sammlung und dem nunmehr in Arbeit befindlichen Architekturlexikon 1880 - 1945 setzt das Architekturzentrum wichtige Schritte auf diesem Weg. Das von der Stadt Wien angekaufte Achleitner-Archiv wurde bereits komplett digitalisiert und steht ebenfalls allen Interessierten zur Verfügung.

Informationen: http://www.azw.at
     
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