Skinachwuchs aus Sofia trainiert auf dem Kofel  

erstellt am
04. 04. 05

Suche nach der optimalen Linie auf der Olympiaabfahrt
Innsbruck (rms) - Seit Ostermontag trainieren fünf Buben und Mädchen aus Sofia auf dem Patscherkofel und lernen Klammers "1976er-Ritt" zu Olympiagold schätzen. "Für uns eine große Chance und ein Schritt vorwärts", so Pelagia Vherneva, Betreuerin der bulgarischen Jugendequipe.

Ermöglicht und initiiert wurde diese Chance auf eine Woche Intensivtraining durch GR Mag. Christian Kogler und Patscherkofelchef Mag. Markus Schröcksnadel. Unmittelbarer Anlass war ein Lokalaugenschein und eine Seilbahneröffnung Anfang März durch das Innsbrucker Polit/Seilbahnduo in Vitoscha, einem der großen Skigebiete nahe der Hauptstadt, 2000 Meter hoch: "Unter dem Motto "Sport verbindet" haben wir eine Sportgemeinschaft zwischen Sofia und Innsbruck initiiert: Junge Sportlerinnen und Sportler aus Sofia haben die Möglichkeit nach Innsbruck zu kommen und umgekehrt!" Die Partnerschaft wird von der Stadt Innsbruck, dem Tourismusverband und den Patscherkofelbahnen unterstützt.

Die ersten Trainingseinheiten haben die Bulgarinnen und Bulgaren bereits hinter sich. Tiroler Ski Know-how vermittelt Fritz Hell, Leiter der Schirennschule Patscherkofel: "Wir trainieren alle Disziplinen, vom Slalom bis zur Abfahrt!" Auch für Tiroler Ski-Qualität ist vorgesorgt: Gefahren wird auf den neusten Modellen aus Kufstein -"damit hoffentlich auch in Bulgarien einige Sterne aufgehen", meint der Innsbrucker Trainer.

Das Trainingspensum wird gemeinsam mit den Buben und Mädchen der Schirennschule erledigt - mit klarem Heimvorteil für die Einheimischen. Immerhin fährt der Österreichische Schülerskimeister Mathias Calovini für den "Rennstall" Patscherkofel.

Von Innsbruck und dem Angebot ist das Sofia-Team, (zwischen 15 und 18 Jahre jung) begeistert. Neben Sport (nach Skifahren wird Volleyball gespielt oder geschwommen) stehen Sight-Seeing und Stadtbummel auf dem Programm. Das ist auch ganz im Sinne der Initiatoren. "Über die Sportgemeinschaft wollen wir einen engeren Kontakt zu Sofia aufbauen - über den Sport hinaus bis zu kulturellen, bildungsmäßigen und touristischen Aktivitäten", betont Christian Kogler, von Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach mit der Projektbetreuung beauftragt. Langfristiges Ziel: Über den Sportaustausch soll eine intensive Stadtpartnerschaft aufgebaut werden.

Touristische Perspektiven hat auch Innsbrucks Tourismusobmann Dr. Hubert Klingan im Visier: "Der Tourismus gerade aus den Oststaaten ist ausbaufähig und hat einiges an Potenzial". Realität ist vorerst der Gegenbesuch. Im nächsten Jahr werden die Innsbrucker Skiläufer/innen der Schirennschule Patscherkofel über die Hänge von Vitoscha schwingen und auch für Innsbruck werben!
     
zurück