Vorarlberg: Gemeindevertretungswahl 2005  

erstellt am
11. 04. 05

Wien (öj) - Die Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl in Vorarlberg am Sonntag (10. 04.) hat für ÖVP, SPÖ und Grüne erfreuliche Ergebnisse mit sich gebracht. Einzig die Freiheitlichen hatten teils empfindliche Verluste hinnehmen müssen, auch wenn dies geringer ausfielen, als allgemein erwartet wurde. Das Wesentlichste auf den ersten Blick ist, daß die SPÖ im "Ländle" wieder auf Rang zwei gerückt ist und daß die Grünen einen weiteren Wahlerfolg in Serie erreichen konnten.

Die ÖVP bleibt weiterhin "Bürgermeisterpartei". In der Landeshauptstadt Bregenz und in Lustenau steht in zwei Wochen eine Stichwahl bei den Bürgermeistern an. Übrigens war dies die erste Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl in Vorarlberg, bei des er keine Wahlpflicht mehr gab, die Wahlbeteiligung fiel von ehemals 88,8 Prozent (2000) auf 64,9 Prozent.

Vorläufiges Endergebnis vom 10.04.2005 17:00
Wahlberechtigte

245.504

 
Wahlbeteiligung

64.92 %

 
Abgegebene Stimmen

159.383

 
Gültige Stimmen

149.553

 
Ungültige Stimmen

9.830

 
 

Stimmen
gesamt

Stimmen in %
(+/- zu 2000)

ÖVP

67.822

45,39% / + 0,98

SPÖ

23.352

15,63% / + 2,40

FPÖ

17.220

11,53% / - 5,70

GRÜNE

10.500

7,03% / + 2,97

Sonstige

30.515

20,42% / - 0,75


Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung

 

 Lopatka: ÖVP in Vorarlberg klare Nummer 1
Auf hohem Niveau nochmals ein Plus
Wien (övp-pk) - "Die Vorarlberger Gemeinderatswahlen sind Ausdruck der hervorragenden Arbeit der Vorarlberger Volkspartei unter Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber sowie eine weitere Bestätigung für die Bürgermeister- und Gemeindepartei ÖVP", so ÖVP-Generalsekretär Dr. Reinhold Lopatka am Sonntag (10. 04.) zum Ergebnis der Gemeinderatswahlen in Vorarlberg. "Die ÖVP konnte ausgehend von einem hohen Niveau nochmals zulegen. Dies stellt eindrucksvoll das hohe Vertrauen der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in die Volkspartei unter Beweis", betonte Lopatka. Erfreulich sei, dass die ÖVP in allen Stadtgemeinden, mit Ausnahme von Bregenz, zulegen konnte. Für die Stichwahl in Bregenz zeigte sich Lopatka zuversichtlich.

Nach den Stimmenzuwächsen bei den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich und der Steiermark konnte die ÖVP auch in Vorarlberg zulegen. "Insgesamt können wir mit dem heutigen Tag bei 22 von 25 Wahlgängen seit dem 4. Februar 2000 einen Zugewinn verzeichnen. Das bestätigt einmal mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Lopatka. Der ÖVP-Generalsekretär sprach allen ÖVP- Kandidatinnen und Kandidaten sowie Funktionären seinen Dank aus. "Ohne den persönlichen, unermüdlichen Einsatz eines jeden Einzelnen wäre dieses Wahlergebnis nicht möglich gewesen", so Lopatka abschließend.

 

 Bures: Sensationeller SPÖ-Erfolg in Bregenz
Nach zehn Jahren wieder Platz zwei für die SPÖ in Vorarlberg - 14. Wahlerfolg der SPÖ in ununterbrochener Reihenfolge
Wien (sk) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures spricht von einem "großartigen Wahlerfolg für die SPÖ" bei der Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl. "Sensationell" sei das Ergebnis in der Landeshauptstadt Bregenz: Die SPÖ konnte sich gegenüber 2000 verdoppeln, SPÖ-Kandidat Michael Ritsch konnte die Stimmenanteile bei der Bürgermeister-Direktwahl sogar fast verdreifachen, während der amtierende ÖVP-Bürgermeister Linhart eine schwere Niederlage einstecken musste und rund 30 Prozent verloren hat. Bures: "Die SPÖ hat bei den Stichwahlen in zwei Wochen gute Chancen, einen politischen Wechsel in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz herbeizuführen."

"Der Trend, dass die SPÖ bei allen Wahlen deutlich an Vertrauen gewinnt, setzt sich fort", so Bures. Mit dem heutigen Wahlgang feiere die SPÖ den 14. Wahlerfolg in ununterbrochener Reihenfolge.

Bures spricht von einem erfreulichen "Turn around" in Vorarlberg. Nachdem die SPÖ bei den Landtagswahlen im Vorjahr erstmals seit 15 Jahren wieder Platz zwei erobern konnte, schaffte es die SPÖ nun auch bei den Gemeinderatswahlen nach zehn Jahren wieder Zweiter zu werden.

Bures gratulierte den SPÖ-Bürgermeistern und Gemeinderäten im Team der Landesparteivorsitzenden Elke Sader und würdigte ihren herausragenden Einsatz: "Die SPÖ ist jene Partei, die sich um die Anliegen der Menschen kümmert; das hat der heutige Wahlgang wieder einmal gezeigt", so Bures.

Abschließend verwies Bures auf einige ganz besonders erfreuliche Ergebnisse: In der Heimatgemeinde von Vizekanzler Gorbach, in Frastanz, legte die SPÖ um 11,6 Prozent zu, während die FPÖ sieben Prozent verloren hat. In Weiler hat die SPÖ gleich bei der ersten Kandidatur 20,53 Prozent erreicht. In Bürs und St. Gallenkirch konnte die SPÖ die absolute Mehrheit erringen, in Thüringen konnte die SPÖ ihren Mandatsstand verdoppeln und in Schlins beinahe 12 Prozent zulegen. "Ich gratuliere allen neuen Gemeinderäten und Bürgermeister zu ihrem tollen Erfolg", so Bures abschließend.

 

 Sehr schöner Erfolg
Van der Bellen gratuliert Vorarlberger Grünen – Trend zeigt weiter aufwärts
Wien (grüne) - "Sehr erfreut" über das gute Abschneiden der Grünen bei den Vorarlberger Gemeinderatswahlen zeigt sich der Bundessprecher der Grünen, Prof. Alexander Van der Bellen. Die Grünen haben von 5,9 auf 7,8 Prozent und insgesamt 71 Mandate gewonnen, das heißt plus 24 Mandate. "Nach dem sehr guten Abschneiden bei den Landtagswahlen im letzten Jahr zeigt nun auch das Ergebnis der Gemeinderatswahlen, dass der Trend der Grünen weiterhin aufwärts zeigt. Ich gratuliere den Vorarlberger Grünen zu diesem großen Erfolg", so Van der Bellen.

Als herausragend sieht der Bundessprecher das Ergebnis in Rankweil, der Heimatgemeinde von Landessprecher Johannes Rauch an. Dort konnten die Grünen um nahezu 11 Prozent auf 27,24 Prozent zulegen und damit zweitstärkste Kraft werden. Sehr erfreulich sei auch, dass die Grünen nahezu in allen Gemeinden, wo sie angetreten seien, zweistellige Resultate eingefahren und damit ihr Wahlziel erreicht hätten. In Hard und Thüringen, wo sie erstmals antraten, hätten sie aus dem Stand 12,85 bzw. 17,7 Prozent erreicht.
     

Wir übernehmen hier Stellungnahmen aller im Parlament
vertretenen Parteien – sofern vorhanden! Die Redaktion

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