Kärntner Gentechnik-Vorsorgegesetz in Brüssel präsentiert  

erstellt am
18. 05. 05

LR Martinz: Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik ist Thema sämtlicher Staaten Europas
Klagenfurt / Brüssel (lpd) - In Brüssel präsentierte EU-Landesrat Josef Martinz am Dienstag (17. 05.) das Kärntner Gentechnik-Vorsorgegesetz bei der Konferenz zum Thema Gentechnik in der europäischen Lebensmittelproduktion. Organisiert wurde die Konferenz von der Versammlung Europäischer Regionen (VRE) gemeinsam mit „Friends of Earth“. Dabei sei das dringende Anliegen sämtlicher Länder, die Lebensmittelproduktion frei von Gentechnik zu halten, sichtbar geworden, berichtete Martinz. Kärntens Gentechnik-Vorsorgegesetz sei bei der Konferenz als beispielgebend für andere europäische Staaten angeführt worden.

Weitere Themen seien die Koexistenz, die Bildung von gentechnikfreien Zonen innerhalb Europas sowie die Haftung gewesen. „Anhand der Referate der politischen Vertreter von beispielsweise Polen, England, Spanien oder Deutschland wird deutlich, dass die Konsumenten Europas die Gentechnik in ihren Lebensmitteln ablehnen und das regionaltypische Produkte einen sehr hohen Stellenwert haben“, sagte Martinz.

In seiner Rede forderte Martinz die Europäische Kommission auf, Grundlagen zu schaffen, damit auch weiterhin die gentechnikfreie Lebensmittelproduktion möglich ist. „Alle Länder, die bei dieser Konferenz anwesend waren, haben die gleiche Intention: gesunde und damit gentechnikfreie Lebensmittel für die Menschen in ihren Ländern zu produzieren“, erklärte er. Daher sei es von großer Wichtigkeit, dass die EU die für eine Koexistenz notwendigen Instrumente festlege sowie Abstandsregelungen bzw. Angaben von Windbarrieren geklärt würden. „Europa hat ohne Gentechnik eine große Chance. Wir müssen sie alle ergreifen und nutzen“, forderte Martinz.
     
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