Burgenland: "Viel geschehen - es gibt aber noch viel zu tun"  

erstellt am
22. 06. 05

Frauenbüro bietet seit vier Jahren Unterstützung, Beratung und Förderung
Eisenstadt (blms) - "Ich möchte Frauen den Rücken stärken", das hat sich Frauenlandesrätin Verena Dunst vor vier Jahren bei der Eröffnung des Frauenbüros am Internationalen Frauentag 2001 vorgenommen. Am Dienstag (21. 06.) bilanzierte Landesrätin Dunst und die Mitarbeiterinnen des Frauenbüros über vier Jahre Frauenpolitik und Frauenförderung im Burgenland. "Das Frauenbüro hat sich als anerkannte und unverzichtbare Dienst- und Anlaufstelle etabliert", stellte die Frauenlandesrätin fest und berichtete über die wichtigsten Frauenprojekte der vergangenen vier Jahre. Besonders stolz ist sie über die Errichtung des ersten Frauenhauses im Burgenland.

Das Frauenbüro des Landes Burgenland ist auf Initiative von Frauenlandesrätin Verena Dunst vor vier Jahren gegründet worden. "Wir sind zentrale Anlaufstelle, beraten und unterstützen Frauen und bauen Kontakte auf", skizzierte Mag. Simone Laky, Leiterin des Frauenbüros, ihr Tätigkeitsfeld. Häufig gebe es, berichtete Laky, Anfragen zu den Themen Scheidung, Unterhalt, Trennung, wo eng mit den Frauenberatungsstellen in den Bezirken zusammen gearbeitet wird. Bei der Errichtung des Frauenhauses in Eisenstadt war das Frauenbüro maßgeblich beteiligt. "Das Frauenhaus und auch das Sozialhaus in Oberwart sind derzeit voll ausgelastet ? das zeigt, dass immer noch viele Frauen von Gewalt betroffen sind", sagte dazu Frauenlandesrätin Verena Dunst.

Zu einem wichtigen Arbeitsschwerpunkt des Frauenbüros zählt die Vernetzungsarbeit. Sichtbares Zeichen dazu ist das frauen.netzwerk.burgenland, das vom Frauenbüro koordiniert wird und seither "on tour" durch die Bezirksvororte ist. Zahlreiche weitere Veranstaltungen zu frauenspezifischen Themen finden sich auf der Tätigkeitsliste des Frauenbüros. "Ein besonderes Anliegen ist die Mädchenförderung", betonte Landesrätin Dunst und nannte als Beispiele den "Girls Day" und das Internet-Projekt "Mona-Net". Beim Girls Day bekommen Mädchen die Gelegenheit in die verschiedenen Berufssparten hineinzuschnuppern. "Heuer waren über 380 Mädchen in über 100 verschiedenen Stellen und Organisationen dabei", bilanzierte die Landesrätin. Frauen verstärkt in EDV-Berufe zu bringen ist die Zielsetzung des neuen Projektes "Frauen und IKT im Burgenland". Im Rahmen dieser Equal-Entwicklungspartnerschaft konnten bereits eine Reihe von Veranstaltungen abgehalten werden.

"Es gibt aber noch viel zu tun", sagte Frauenlandesrätin Verena Dunst und nannte in diesem Zusammenhang den Bereich Chancengleichheit. Die Novelle des Kindergartengesetzes, die ab 30. Juni in Kraft tritt, sei in Schritt in diese Richtung.
     
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