Plassnik: Österreich und Liechtenstein sind vertraute Freunde und europäische Partner  

erstellt am
01. 07. 05

30.6.2005 Außenministerin zu erstem Besuch in Liechtenstein
Vaduz (bmaa) - "Österreich und Liechtenstein verbindet eine vertraute Freundschaft und eine europäische Partnerschaft", sagte Außenministerin Plassnik anlässlich ihres ersten bilateralen Besuchs als Außenministerin in Vaduz am Donnerstag (30. 06.).

Plassnik wies darauf hin, dass Liechtenstein am 1. Juli 2005 den Vorsitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) übernehme, während Österreich im ersten Halbjahr 2006 die EU-Präsidentschaft innehaben wird. "Um diese Serviceleistungen an der Gemeinschaft, an den europäischen Partnern und den Partnern in der Welt erfolgreich ausüben zu können, kommt es nicht auf die Größe eines Landes an", betonte die Außenministerin.

"Österreich feiert heuer 10 Jahre EU-Beitritt, Liechtenstein 10 Jahre Zugehörigkeit zum EWR. Beiden Ländern ist es gelungen, die Chancen Europas und der Globalisierung zu nutzen und sich erfolgreich im internationalen Wettbewerb zu behaupten", so Plassnik.

Die Außenministerin hob die engen Beziehungen zwischen Österreich und Liechtenstein in praktisch allen Bereichen hervor. So seien beide Länder wichtige Handelspartner. "Österreich importiert etwa so viele Waren aus Liechtenstein wie aus Griechenland. Und die Exporte nach Liechtenstein in der Höhe von 397 Mio. Euro überstiegen jene in Länder, wie etwa Brasilien, Mexiko oder Norwegen", betonte Plassnik.

Wesentlich für die bilateralen Beziehungen seien aber auch persönliche Kontakte, unterstrich die Außenministerin: "Fast 7000 Österreicher haben in Liechtenstein Arbeit gefunden, und die 2000 hier ansässigen Österreicher liegen an zweiter Stelle der in Liechtenstein lebenden Ausländer".

„Angesichts dieser vielfältigen Verflechtungen haben wir natürlich ein großes Interesse daran, dass Liechtenstein so weit wie möglich am europäischen Integrationsprozess teilnimmt. Ich begrüße daher ausdrücklich, dass Liechtenstein schon bald mit der Europäischen Union Gespräche über eine Schengen/Dublin-Assoziierung aufnehmen will“, so Plassnik.
     
zurück