Chancen und Strategien des Kärntner Tourismus  

erstellt am
30. 06. 05

LH Haider als Referent bei Landesveranstaltung der Österreichischen Hoteliervereinigung
Pörtschach (lpd) - Über Chancen und Strategien des Kärntner Tourismus referierte Tourismusreferent Landeshauptmann Jörg Haider am Mittwoch (29. 06.) bei der Landesveranstaltung der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) im Werzer's Hotel Resort Pörtschach. Die Investitionsoffensive in die touristische Infrastruktur, neue Gästeschichten, innovative Schwerpunkte, der Aufbau eines Ganzjahrestourismus, die gute Ausbildung des touristischen Personals sowie Vorteile für Betriebe und Kaufkraftsteigerung durch die Steuerreform waren dabei die Themen. Haider kündigte zudem eine Evaluierung und Optimierung der Kärnten Werbung an.

Ihm gehe es darum, mit konkreten Taten Fortschritte zu erzielen, betonte Haider. Ein "Jammern" über das Ausbleiben deutscher Urlaubsgäste sei nicht angebracht, vielmehr müsse man sich auf das große Potential der Inlandsgäste konzentrieren. Österreich sei vielfach besser aufgestellt als Deutschland und auch optimistischer. Dies sei u.a. auf die Vorteile der Steuerreform zurückzuführen, die vor allem die Kaufkraft von Familien, als wichtige touristische Zielgruppe, gesteigert habe. Wichtig seien auch die neuen Gästeschichten aus den EU-Beitrittsländern. Bei den Zahlen der ungarischen Wintergäste gebe es enorme Steigerungen, immer mehr Gäste aus Osteuropa würden nunmehr auch im Sommer nach Kärnten kommen.

Im Bereich der Kärnten Werbung gehe es darum, eine Strategie festzulegen und zu entscheiden, "wo wir hin wollen", sagte der Landeshauptmann. Die Kärnten Werbung soll daher evaluiert und optimiert werden. Neue Wege mit Programmen für Kleinbetriebe sollen auch bei Förderungen des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) gegangen werden.

Als Hauptziel nannte Haider den Aufbau eines Ganzjahrestourismus, was durch offensive Investitionen und zahlreiche Projekte unterstützt werde. Unterinvestiert sei derzeit noch der Sommer, in dem es zu wenig Allwetterangebote gebe. Die neuen Hotelprojekte in ganz Kärnten und u.a. der Schwerpunkt Therme oder die erfolgreiche Eventschiene würden aber in die richtige Richtung zeigen. "Denn Tourismus lebt vom Erleben", betonte Haider. Langzeitwirkung bei den Events erwarte er sich vor allem von der Erlebnisreise "Kärnten wasser.reich" und vom "Kärntner Heimatherbst". Besonders hervorgestrichen wurde vom Landeshauptmann, dass die Kärntner Events auf ihre Wertschöpfung hin wissenschaftlich untersucht werden.

Für die Kärntner Wirtschaft sei der Tourismus neben der Technologie das zweite wichtige Standbein, meinte er weiters. Daher würden auch Mittel aus dem Zukunftsfonds in touristische Projekte fließen. Investiert werde auch in die Verkehrsinfrastruktur, um die gute Erreichbarkeit Kärntens zu sichern. Eine wichtige Rolle bei der Anreise der Gäste spielen für Haider auch die Low Cost Carrier. So seien über 40 Prozent der mit Billigfliegern Ankommenden neue Gäste, die zuvor noch nie in Kärnten urlaubten.
     
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