ARBÖ: Bei Seitenairbag die Warnwesten nicht über Beifahrersitz stülpen  

erstellt am
13. 07. 05

Schonfrist für Warnwesten geht am 1. August zu Ende
Wien (arbö) - Manche Autofahrer finden es cool, die Autositze mit der obligatorischen Warnweste zu bekleiden. "Auf Beifahrersitzen mit einem Seitenairbag haben Warnwesten absolut nichts verloren", warnt ARBÖ-Techniker Günter Weisz. Denn eine darüber gestülpte Warnweste könnte die schützenden Funktion des Airbags beeinträchtigen bzw. ihn beim Aktivieren derart ablenken, dass die Beifahrer nicht mehr ausreichend geschützt sind.

Abgesehen von dieser unreflektierten " Bekleidung" der Autositze, erinnert ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger an das nahende Ende der Schonfrist für die Warnweste. Bis ersten August werden Autofahrer ohne schützende Warnweste von der Polizei nur abgemahnt. Der ARBÖ hatte sich für diese Schonfrist stark gemacht, auch um die vielen ausländischen Urlaubsgäste über diese neue Pflicht in Österreich zu informieren.

Ab ersten August wird's ernst: Autofahrer, die ohne eine Warnweste im Auto erwischt werden, riskieren eine Geldstrafe von 14 Euro. Vom Gesetz her ist nur eine einzige Warnweste für den Lenker vorgeschrieben. "Der eigenen Sicherheit zuliebe sollte man aber für jeden Mitfahrenden eine Warnweste mit im Auto haben". Wer aus irgendeinem Grund auf der Autobahn halten und am Pannenstreifen aussteigen muss, muss die Warnweste ebenso tragen wie bei jeder Panne.

Nach Beobachtungen des ARBÖ nehmen in der Praxis die österreichischen Autofahrer die Warnwestenpflicht sehr ernst. ARBÖ-Pannenfahrer berichten bei ihren Panneneinsätzen von einer ausgezeichneten Disziplin der "liegengebliebenen" ARBÖ-Mitglieder. Schon lange vor Inkrafttreten der Warnwestenpflicht ab ersten Mai hatten sich 85 Prozent der österreichischen Autofahrer bereits mit so einer reflektierenden Schutzkleidung eingedeckt. "Viele Autofahrer verstauen die Warnweste leider noch immer im Kofferraum. Besser wäre es, sie im Fahrzeuginneren griffbereit zu halten", legt die ARBÖ-Verkehrsjuristin den Autofahrern ans Herz.
     
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