erstellt am
12. 08. 05

St. Pölten: Schubert-Sonderschauraum kommt
St. Pölten (stadt) - Zum "Schubert-Haus" in der Rathausgasse setzt die Landeshauptstadt einen weiteren kulturellen Schwerpunkt: Den Schubert-Sonderausstellungsraum. Dieser Gedenkraum wird am 14. September eröffnet.

An das St. Pöltner Rathaus grenzt links das Haus Rathausgasse Nr. 2, im Volksmund bekannt als "Schuberthaus". Als nämlich der berühmte Liederfürst Schubert 1821 gemeinsam mit seinem Freund Franz von Schober als Gast des Bischofs Johann Nepomuk von Dankesreither in St. Pölten weilte, hielt er sich öfter im Kreis der Familie des hier wohnhaften Freiherrn von Münk auf, und er komponierte auf Schloss Ochsenburg Teile seiner Oper "Alfonso und Estrella".

Im Gedenken an die hier stattfindenden Schubertiaden gab der St. Pöltner Männergesangsverein 1912 bei dem Bildhauer Wilhelm Fraß das über dem Fenster der Portalachse angebrachte Schubert-Relief in Auftrag. Das Gebäude selbst stammt im Kern aus dem späten 16. Jahrhundert. Die barocke Fassade, die oft Motiv für Touristen ist, schuf vermutlich Joseph Munggenast.


Schubert Gedenkraum nimmt Formen an
Dass Ausstellungskonzept für den Gedenkraum geht auf die vielfältigen Beziehungen Schuberts zu St. Pölten ein. Es berichtet vom Aufenthalt Franz Schuberts in St. Pölten und zeigt seine verschiedenen Wirkungsstätten. Neben den historisch belegten Fakten wird aber auch das - oft mit Mythen beladene - Nachleben des Komponisten in St. Pölten thematisiert. Viele literarische Zeugnisse verarbeiten bis in die jüngste Zeit das Auftreten des Liederfürsten in St. Pölten - neben dem literarischen wird aber selbstverständlich auch das musikalische Nachleben Schuberts in der Stadt beleuchtet.

Im Zentrum der Präsentation steht das ursprünglich aus Atzenbrugg stammende, sogenannte "Schubert Klavier", das für die Neupräsentation einer Renovierung unterzogen wurde. Daneben werden Kunstwerke, Plakate, Dokumente und Fotografien aus dem Besitz von Stadtmuseum und Stadtarchiv gezeigt. Der St. Pöltner Musikverein, der die Eröffnungsfeierlichkeiten musikalisch begleiten wird, hat ebenfalls sein Archiv geöffnet und stellt Präsentationsobjekte zur Verfügung. Ziel der Präsentation ist eine kompakte Gestaltung mit intensiver Wirkung auf die Besucher.
     
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