Vogelgrippe  

erstellt am
27. 10. 05

Empfehlungen des Außenministeriums für Reisende in die betroffenen Regionen
Wien (bmaa) - Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine Tierseuche, deren Übertragung auf den Menschen selten und bisher nur vereinzelt vorgekommen ist.

Bei Reisen in die betroffenen Staaten - dzt. China, Indonesien, Japan, Kambodscha, Kasachstan, Kroatien, Laos, Malaysia, Mongolei, Nordkorea, Pakistan, Rumänien, Russische Föderation, Südkorea, Thailand, Türkei und Vietnam - rät das Außenministerium, die folgenden Vorsichtsmaßnahmen in den betroffenen Regionen zu beachten:

  • Der Kontakt mit lebendem und totem Geflügel (ebenso Eiern) wäre strikt zu vermeiden. Auf den Besuch von Geflügelmärkten und Tierfarmen in den betroffenen Ländern wäre zu verzichten.
  • Der Virus tritt besonders stark in den Exkrementen von Vögeln auf, daher wären stark verschmutzte Plätze zu meiden.
  • Auf den Genuss von rohem bzw. nicht ausreichend (über 70° C) gekochtem Geflügel wäre zu verzichten. Geflügelfleisch und Eier, die ausreichend gekocht bzw. gegart/gebraten wurden, stellen gemäß den bisherigen Erkenntnissen kein Risiko dar.
  • Geflügel bzw. Geflügelprodukte aus den betroffenen Ländern dürfen keinesfalls in andere Staaten mitgenommen werden.
  • Es wird empfohlen, die angebotene konventionelle Grippeimpfung in Anspruch zu nehmen, um eine gleichzeitige Erkrankung durch mehrere Virenstämme zu vermeiden.
  • Bei Reisen in von der Vogelgrippe bereits betroffene Regionen wird empfohlen, mit dem Hausarzt die Verschreibung und Mitnahme eines Neuraminidase-Hemmers für einen verbesserten Schutz im Falle einer Infektion zu besprechen.

Den meisten bislang bekannt gewordenen Krankheitsfällen bei Menschen ist ein direkter Kontakt mit erkrankten Tieren vorausgegangen.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass durch "Vermischen" des Genmaterials eines Vogelgrippevirus mit einem humanen Virus eines Tages auch eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch möglich ist. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Gesundheitsbehörden der betroffenen Staaten treffen ebenso wie Österreich bereits vorab entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit.

Um einen bestmöglichen medizinischen Schutz sicherzustellen, appelliert das Außenministerium an die Eigenverantwortung der Reisenden, sich vor Reiseantritt über die aktuelle Situation im Zielland zu informieren und weitestgehend medizinische Eigenvorsorge zu treffen. Laufend aktualisierte Informationen zur Vogelgrippe sind auf der Homepage des Außenministeriums http://www.aussenministerium.at unter der Rubrik Reiseinformation unter dem Ländernamen oder unter "Vogelgrippe" abrufbar.

Der österreichische 'Pandemieplan' des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen ist hier als pdf-File abrufbar:

     
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