Bauern suchen in WTO-Debatte Schulterschluss mit Kirche  

erstellt am
03. 11. 05

"Faire Spielregeln für weltweiten Agrarhandel" - Kardinal Schönborn sagt Unterstützung zu
Wien (aiz.info) - Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch und Landwirtschaftskammerpräsident Rudolf Schwarzböck stellten am Donnerstag (03. 11.), so der Bauernbund in einer Aussendung, dem Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, die Aktion "Faire Spielregeln für weltweiten Agrarhandel" vor. Diese wurde von den Bauernorganisationen gemeinsam mit NGO's und der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, einem gerechten globalen Agrarhandel in den WTO-Verhandlungen zum Durchbruch zu verhelfen.

Die Bauernvertreter ersuchten den Kardinal, sich bei der vom 08. bis 10.11.2005 stattfindenden Sitzung der Österreichischen Bischofskonferenz in Rom für die Anliegen der Aktion einzusetzen. "Es ist klar, dass die Liberalisierung des Agrarhandels nicht schrankenlos erfolgen kann, sondern dass wir eindeutige Spielregeln brauchen. Dazu ist ein Schulterschluss aller Meinungsbildner in Österreich notwendig, wozu wir mit der Aktion beitragen wollen", so Grillitsch, Schwarzböck und der Präsident der Rübenbauern, Ernst Karpfinger.

Kardinal Schönborn sagte laut einer Aussendung des Bauernbundes seine Unterstützung zu und sagte: "Ich begrüße eine solche gemeinsame Plattform, weil sie uns international die Möglichkeit gibt, stärker und entschiedener gegen alle Formen der Ausbeutung aufzutreten. Ich bin überzeugt, dass auch der Heilige Vater in Rom unsere Ideen für ein menschenwürdigeres Dasein der Bauern weltweit unterstützen wird."
     
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