Großer Österreichischer Automobil-Preis 2005 an VW Passat vergeben  

erstellt am
03. 11. 05

ARBÖ-Umweltpreis an Erdgas-Pionier Opel -"Siegerehrung" bei stark besuchter Autogala im Studio 44 der österreichischen Lotterien
Wien (arbö) - Der vom ARBÖ verliehene "Große Österreichische Automobil-Preis 2005" wurde am Mittwoch (02. 11.) Abend bei der prominent besetzten ARBÖ-Autogala an VW für den neuen Passat übergeben. Aus den Händen von ARBÖ-Präsident Prof. Dr. Herbert Schachter und der designierten Vorstandsvorsitzenden von Siemens Österreich, Mag. Brigitte Ederer nahm VW-Markenvorstand Dr. Georg Flandorfer diese begehrte Auszeichnung als beliebtestes Auto Österreichs entgegen.

Silber ging an BMW für die sportliche 3er Reihe und Bronze an Peugeot für den 1007. Das Besondere am "Großen Österreichischen Automobil-Preis" des ARBÖ, der heuer zum 22. Mal vergeben wurde: Er wird sowohl von einer Fachjury aus Motorjournalisten, Verkehrsexperten und Motorsportlern als auch von den Leserinnen und Lesern des ARBÖ-Klubjournals FREIE FAHRT aus allen neuen Automodellen eines Jahres gekürt. Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Preiswürdigkeit lauten die Kernkriterien bei der Vergabe der Auszeichnung.

Der ARBÖ-Umweltpreis, der heuer zum 21. Mal vergeben wurde, ging diesmal an General Motors Austria für die geleistete Pionierarbeit mit der Opel-Erdgas-Initiative. Überreicht wurde der ARBÖ-Umweltpreis von der designierten Siemens-Chefin Mag. Ederer und ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar an Marcel de Rycker, Vertriebsdirektor General Motors Austria.

In seiner traditionellen Festrede verwahrte sich ARBÖ-Präsident Prof. Dr. Schachter dagegen, Autofahren zu einem Luxus werden zu lassen. Für die europaweit überhöhten Treibstoffpreise führte er den derzeitigen deutschen Bundeskanzler und die künftige deutsche Bundeskanzlerin als "zwei unbedenkliche Zeugen" ins Treffen, die das Verhalten der Mineralölindustrie unisono als "unethisch" bezeichnet hatten. "Wir vom ARBÖ wenden uns gegen alle Planspiele und Forderungen, in Österreich zusätzlich eine fahrabhängige PKW-Maut einzuführen, zumal bereits jeder fünfte Steuer-Euro von den Kraftfahrern stammt". Sollte es allerdings europaweit zu einer fahrleistungsabhängigen PKW-Maut kommen, müssen im Gegenzug die besitzabhängigen Steuern wegfallen, wie etwa die Normverbrauchsabgabe (NoVA) und die motorbezogene Versicherungssteuer. Prof. Dr. Schachter: "Eine Mehrbelastung ist für die Autofahrer nicht mehr zumutbar".

Die Sicherheit auf Österreichs Straßen soll durch Bewusstseinsbildung und Verkehrsüberwachung erhöht werden, betonte der ARBÖ-Präsident: "Wir haben nichts gegen Verkehrsüberwachung. Aber bitte durch die Exekutive und überall dort, wo es gefährliche Stellen gibt und nicht dort, wo aus fiskalischer Sicht am meisten zu holen ist. Der Staat darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Kopfgeldjägermentalität und Privatsheriffs haben in einem Rechtsstaat nichts verloren". Je plausibler Gesetze und Vorschriften für die Autofahrer seien, desto eher würden sie auch eingehalten. Wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung an übersichtlichen Straßen von 70 auf 50 gesenkt wird, werde das diese Plausibilität nicht erhöhen, fügte der ARBÖ-Präsident hinzu.

Was die technischen Möglichkeiten der Verkehrskontrolle anlangt, zeigte die designierte Vorstandsvorsitzende von Siemens Austria Mag. Brigitte Ederer künftige Entwicklungen auf: Mit dem europäischen Satellitensystem Galileo sollen ab 2008 die technischen Voraussetzungen für flexible Mauten gegeben sein, da Autos dann "auf den Meter genau" geortet werden können. Siemens hat bereits ein digitales Radar entwickelt, mit dem Temposünder gleich online ins Computersystem der Polizei eingespeist werden, sodass sie zu Hause bereits das Straf-E-Mail der Polizei vorfinden.

Gemeinsam mit Partnern baut Siemens ein Kommunikationsnetz zwischen Autos auf, bei dem Autos gleichzeitig Empfänger, Vermittler und Sender von Signalen werden. So wird momentan gemeinsam mit der ASFINAG und dem Feuerfahrzeughersteller Rosenbauer erprobt, wie bei einer Tunnelkatastrophe Bilder über das Geschehen im Tunnel direkt in die Einsatzfahrzeuge eingespeist werden können, damit die Retter schneller und gezielter helfen können.
     
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