Steigende Arbeitslosigkeit bei steigender Erwerbstätigkeit  

erstellt am
14. 11. 05

Wien (statistik austria) - Nach den Ergebnissen der Mikrozensus-Erhebung der Statistik Austria waren im Durchschnitt des 2. Quartals 2005 3,800.000 Österreicherinnen und Österreicher erwerbstätig und 210.000 arbeitslos. Die Erwerbstätigenquote der 15-bis 64-Jährigen (=Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung) lag bei 68,4%, die Arbeitslosenquote bei 5,2%. Bei diesen Zahlen handelt es sich um nach internationalen Definitionen ermittelte, nicht saisonbereinigte Werte.

Im Vergleich zum 2. Quartal 2004 hat sich sowohl die Zahl der Erwerbstätigen um 57.000 wie auch jene der Arbeitslosen um 21.000 erhöht, die Arbeitslosenquote stieg von 4,8% auf 5,2%. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit erklärt sich zum weitaus größten Teil aus einer Zunahme der nach internationaler Definition als arbeitslos erfassten Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren. Im Berichtszeitraum 2004 gab es 46.000 Jugendliche ohne Arbeit, 2005 62.000. Die Arbeitslosenquote für diese Gruppe legte mit 10,8% (2004: 8,6%) deutlich zu. Allerdings waren von den als arbeitslos gezählten Jugendlichen 2005 erheblich mehr (13.000) noch in Ausbildung als 2004 (7.500). Gleichzeitig gab es 2005 um 13.000 mehr jugendliche Erwerbstätige als im Vorjahr. Für die Gruppe der über 50-Jährigen zeigt sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Rückgang der Arbeitslosenquote von 4,1 auf 3,6%.

Ausländer sind von Arbeitslosigkeit besonders betroffen. Über alle Altersgruppen hinweg war ihre Arbeitslosenquote mit 12,3% fast drei Mal so hoch wie jene der Inländer (4,4%).

Regional gesehen war die Arbeitslosenquote in Wien (9,6%) am höchsten, gefolgt vom Burgenland (5,8%) und Vorarlberg (5,5%). Bereits unter dem Bundesdurchschnitt liegende Quoten werden für Kärnten (4,6%), Niederösterreich und Tirol (je 4,2%) ausgewiesen. Die niedrigste Arbeitslosigkeit verzeichneten Oberösterreich (3,9%), die Steiermark (3,8%) und Salzburg (3,3%).

Die erwähnte Zunahme bei den Erwerbstätigen betraf sowohl Vollzeit- wie Teilzeitstellen. Die Teilzeitquote ist, nimmt man die Angaben zur Frage, ob eine Teilzeitbeschäftigung vorliegt, dennoch von 20,1% auf 20,7% gestiegen. Fasst man allerdings unter Teilzeit Personen mit einer normalen wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 35 Stunden zusammen, dann bleibt dieser Wert (2.Quartal 2005: 21,7%) im Jahresvergleich praktisch unverändert.
     
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