Plassnik: "EU-Politik am Balkan hat sich bewährt"  

erstellt am
11. 11. 05

Außenministerin beim Außenpolitischen Ausschuss im Parlament
Wien (bmaa) - "Durch die Politik der schrittweisen Annäherung an die Europäische Union konnten die Staaten des Balkan in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte erzielen", sagte Außenministerin Ursula Plassnik am Donnerstag (10. 11.) anlässlich des Außenpolitischen Ausschusses im Parlament.

"Der europäische Annäherungsprozess sollte es uns auch erlauben, die noch anstehenden schwierigen Fragen, wie den zukünftigen Status der Staatenunion Serbien-Montenegro und des Kosovo, friedlich zu lösen", so Plassnik.

Frieden, Demokratie, Rechtstaatlichkeit, gute Nachbarschaft und Wirtschaftswachstum seien die Eckpunkte für die konsequente Reformarbeit der Balkanstaaten in Annäherung an die europäischen Standards. Über die Stabilisierung hinaus geht es darum, eine positive Dynamik zu entwickeln und zu verstärken. Die Beitrittsperspektive ist der unerlässliche Motor hinter dem beeindruckenden Reformwillen dieser Länder.

"Österreich hat schon unsere neuen EU-Partner auf dem Weg in die Europäische Union unterstützend begleiten können. Diese wertvollen Erfahrungen wollen wir nun gemeinsam mit unseren regionalen Partnern an unsere Nachbarn in Südosteuropa weiter geben", so Plassnik weiter. "Österreich geht es um konkrete praktische Fortschritte. Wir sind besonders im Bereich der Sicherheit, beim Aufbau rechtstaatlicher Strukturen und bei der Anhebung der Umweltstandards aktiv."

"Unser Engagement in Südosteuropa bringt Österreich nicht nur einen Stabilisierungs- und Sicherheitsgewinn, sondern eröffnet auch Chancen für unsere Wirtschaft", sagte die Außenministerin.
     
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