Von der Fußball-EM 2008 bis zu "Fit für Österreich"  

erstellt am
10. 11. 05

Aktuelle Aussprache im Sportausschuss
Wien (pk) - Die Themenpalette in der Aktuellen Aussprache im Sportausschuss war breit gefächert, sie reichte von den Ausgaben für die Adaptierungen bzw. die Neuerrichtung von Stadien für die Fußball-Europameisterschaft 2008 und dem Anti-Doping-Komitee bis hin zu den Schwerpunkten im Sportbereich während der österreichischen EU-Präsidentschaft.

So wollte S-Abgeordneter Johann Maier (S) wissen, wie hoch der Gesamtbeitrag sei, der seitens des Bundes für Adaptierungen bzw. für die Neuerrichtung von Stadien aufgewendet werde. Abgeordnete Herta Mikesch (V) interessierte sich für die TOP SPORT AUSTRIA. Die Frage von Abgeordneten Peter Wittmann (S) bezog sich auf die Konstituierung des Anti-Doping-Komitees. Die Schwerpunkte der (Besonderen) Sportförderung sprach F-Abgeordnete Marialuise Mittermüller an. Abgeordnete Barbara Riener (V) erkundigte sich nach Maßnahmen für den Behindertensport. Die V-Abgeordneten Peter Haubner und Jochen Pack hinterfragten die Sport-Schwerpunkte während der österreichischen EU-Präsidentschaft. Die Ausschreitungen bei Bundesliga-Fußballspielen sprach G-Abgeordneter Dieter Brosz an. F-Abgeordneter Markus Fauland fragte nach der Informationstour für "Fit für Österreich" und G-Abgeordnete Ulrike Lunacek urgierte den Bau weiterer 50 m-Bahnen für die Schwimmer.

Staatssekretär Karl Schweitzer gab im Zusammenhang mit der Fußball-EM 2008 bekannt, dass für die Investitionen in das Final-Stadion Wien vom Bund 18 Mill. € bereitgestellt werden. In Innsbruck seien umfangreiche Erweiterungsinvestitionen im Ausmaß von 30 Mill. € notwendig, den Großteil der Kosten trage der Bund. Die Erweiterungsinvestitionen in Salzburg kosten 24 Mill. € und der Neubau des Stadions in Klagenfurt ungefähr 60 Mill. €. Der Bund werde sich mit 60 Mill. € an den Aus- und Neubaukosten der vier Stadien beteiligen, teilte Schweitzer mit und fügte hinzu, dass nirgendwo die Beteiligung der öffentlichen Hand an solchen Bauten so hoch sei wie in Österreich. In Portugal etwa trage die öffentliche Hand 15 % der Gesamtkosten, den Großteil der Aufwendungen haben die Klubs zu tragen.

TOP SPORT AUSTRIA vergab im Rahmen des Förderungsprogramms Spitzensport 2004 850.000 € (2005: 735.000 €) und des Förderungsprogramms Olympia mehr als 1,5 Mill. € (2005: 1 Mill. €). 63 Athleten aus 16 Bundes-Fachverbänden wurden 2004 gefördert.

Viele Veränderungen gab es im Bereich des Behindertensports. Es wurde nicht nur im Bundes-Sportförderungsgesetz der Behindertensport gesetzlich normiert, sondern durch das Steigen der Besonderen Sportförderung habe er auch zusätzliche Mittel erhalten.

Die sportlichen Schwerpunkte während der österreichischen EU-Präsidentschaft betreffen die Sport- und Gesundheitsökonomie; so gehe es etwa um die Fragen Sport und Ehrenamt, Sport und Tourismus und Sport als Jobmotor. Eine Studie wurde beim IHS in Auftrag gegeben, sie werde in den nächsten Wochen fertig gestellt sein und den Parteien zur Verfügung gestellt werden.

Für "Fit für Österreich" seien für 2005 und 2006 jeweils 700.000 € veranschlagt. Die Bustour in Rahmen von "Fit für Österreich" wende sich an die Besucher spezifischer Veranstaltungen. Begonnen habe die Tour Ende August; insgesamt 16 Stationen habe man sich für den Herbst vorgenommen. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft stelle einen "Fit-Hunderter" zur Verfügung, wenn das Bewegungsangebot von beim Ressort zertifizierten Vereinen angenommen werde.

Die Ausschreitungen bei Bundesliga-Spielen können nicht verhindert werden. Man habe sich intensiv mit diesem Problem befasst, so Schweitzer, im Zuge der Neugestaltung des Sicherheitspolizeigesetzes werden konkrete Maßnahmen erfolgen.

Dem Stellenwert der Frau im Sport werde besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Ein After Sport-Projekt wurde initiiert, um Spitzensportlerinnen den Umstieg von der aktiven Karriere in eine "zweite Karriere" zu erleichtern. Ein Forschungsprojekt mit dem Titel "Mädchen bleiben am Ball" sei im Laufen. Die Konferenz "Frauen.Sport.Kultur", die in Graz stattgefunden habe, habe sich mit dem Thema Frauen im Sport befasst.

Dem Schwimm-Fachverband konnten an zusätzlichen Mitteln 500.000 € zur Verfügung gestellt werden für die Professionalisierung der Verbandsstruktur, für die Aus- und Fortbildung sowie die bessere Bezahlung von Trainern und für die Nachwuchsentwicklung. Für die 50 m-Bahnen sei nicht der Bund zuständig, unterstrich Schweitzer, wies aber darauf hin, dass jedes Ansuchen, das um Unterstützung bei der Errichtung einer 50 m-Bahn ansuche, positiv behandelt werde, weil es mehr 50 m-Bahnen geben müsse.
     
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