Arthur Haidl-Preises 2005 an Roland Mauermair  

erstellt am
05. 12. 05

Innsbuck (rms) - Im Rahmen des Ehrungstages am 3. Dezember wurde zum zweiten Mal der Arthur-Haidl-Preis der Stadt Innsbruck verliehen. Unter den den zahlreichen Bewerbungen fiel die Wahl der Jury (Universitäts-Rektor Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner, Magistratsdirektor Dr. Christoph Platzgummer und Kulturamtsleiterin, Mag. Birgit Neu) auf den Innsbrucker Kunstschaffenden, Roland Mauermair.

„Roland Mauermair ist einer jener jungen Menschen, die aktiv an der Gesellschaft und ihrer Entwicklung mitarbeiten und von dem wir sicher auch in Zukunft noch viele Beiträge zur kulturellen Vielfalt in der Tiroler Landeshauptstadt erwarten dürfen“, so Zach.

Bürgermeisterin Hilde Zach dankte in ihrer Ansprache Frau Dr. Roswitha Stiegner, Tochter des 1979 verstorbenen Innsbrucker Vizebürgermeisters und Landesjugendreferenten Reg.-Rat Arthur Haidl, die diesen Preis in der Höhe von 9000 € für die alljährliche Vergabe durch die Stadt Innsbruck gestiftet hat.

Reg.-Rat Arthur Haidl war von 1956 bis 1959 Gemeinderat, von 1959 bis 1971 amtsführender Stadtrat und von 1971 bis 1977 Vizebürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck. Haidl bleibt vor allem auch wegen seiner legendären Herzensgüte und Mitmenschlichkeit unvergessen. In seiner Funktion als Landesjugendreferent war ihm die Schaffung von jugendgerechten Einrichtungen ein besonderes Anliegen.

Bürgermeisterin Hilde Zach: „Frau Dr. Stiegner hat es durch die Schenkung eines hohen Geldbetrages der Stadt Innsbruck ermöglicht, außerordentliche Initiativen im kulturellen Bereich zu fördern. Allen eingereichten Projekten muss gemeinsam sein, dass sie – ganz im Sinne ihres Vaters - für das Wohl und Ansehen der Stadt Innsbruck einen außerordentlichen Beitrag geleistet haben.“

Roland Mauermair hat im Jahr 2004 sein Studium der visuellen Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien abgeschlossen und ist zur Zeit mit seiner Dissertation (Philosophie/Kommunikationstherorie) beschäftigt.

In den letzten Jahren hat er an verschiedenen interessanten und spannenden Projekten in der freien Szene mitgewirkt. Eines davon ist das Projekt „saegewerk“, über das man sich in der aktuellen Ausstellung in der städtischen Galerie im Andechshof informieren kann.

Seit der Gründung von „saegewerk“ im Jahr 1999 durch Roland Mauermair, Gregor Khittl und Georg Kritzinger ist aus einer anfänglich kleinen Idee ein Konglomerat aus verschiedenen KünstlerInnen mit unterschiedlichsten, kreativen Tätigkeitsbereichen herangewachsen.

Eine Idee, die – so Roland Mauermair - von der Innsbrucker Szene zunächst nur bedingt verstanden wurde, wobei das anfangs entgegengebrachte Konkurrenzdenken in ein fruchtbares Klima für Kooperation transformiert werden. Dies nicht nur innerhalb der Stadt, mittlerweile existieren neben einer engen Zusammenarbeit mit Wien und Linz auch künstlerische Kooperationen mit KünstlerInnen aus Barcelona (Spanien) und Amsterdam (Niederlande).

Seit Anfang 2005 hat Roland Mauermair die Leitung des Vereins "medien.kunst.tirol" inne, womit sich sein Tätigkeitsvolumen, vor alle was die ehrenamtliche Kulturarbeit betrifft, potenziert hat.
     
zurück