Unternehmen gründen – aber wie?  

erstellt am
30. 11. 05

Richard Hammer: Zuerst kommt der Businessplan – Uni Salzburg 2006: Drei Dialoge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Salzburg (universität) - Wer ein Unternehmen gründen will, braucht zu Anfang einen Businessplan. Darin soll enthalten sein: die Geschäftsidee, die Strategie, das Unternehmerteam sowie eine quantitative Vorschau im Rahmen der strategischen Planung, so beschrieb Wirtschaftswissenschafter Richard Hammer kürzlich bei der Auftaktveranstaltung zur Veranstaltungsreihe „Unternehmensgründung – Dialoge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“ an der Universität Salzburg den ersten Schritt in die Selbständigkeit.

Der Businessplan sei ein schriftliches Dokument, das darstellt wie innerhalb von drei bis fünf Jahren die Ziele des geplanten Unternehmens realisiert werden können. Dieses wichtige Managementinstrument für potenzielle Gründer müsse alle wesentlichen Voraussetzungen, Planungen und Maßnahmen in dem gewählten Zeithorizont enthalten. Ein guter Businessplan erfülle damit eine wichtige Orientierungsfunktion für die künftigen „Selbständigen“ und steigere die Qualität der von ihnen zu treffenden Entscheidungen. Nicht zuletzt stelle er eine Legitimation gegenüber Banken und Förderungsgebern dar.

Dass das Interesse von Studierenden und AbsolventInnen der Universität Salzburg für das Thema Unternehmensgründung groß ist, zeigte sich bereits bei der ersten Veranstaltung der vierteiligen Reihe. Die Dialoge werden vom Schwerpunkt „Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt“ der Universität Salzburg in Kooperation mit Einrichtungen wie dem neuen AplusB-Zentrum des Business Creation Center Salzburg (BCCS), dem Austria Wirtschaftsservice Salzburg (AWS), der Fachhochschule sowie der Wirtschaftskammer Salzburg und der Zukunft Land Salzburg AG organisiert. Wie der Koordinator des Schwerpunkts Michael Gruber dazu betont, soll den Studierenden damit über den Lehrbetrieb hinaus Angebote zur Umsetzung ihrer Qualifikationen in der Praxis gemacht werden.

„Ich freue mich, dass wir an der Universität Salzburg den Studierenden bzw. AbsolventInnen jetzt auch Information und Hilfestellung zur Gründung eines eigenen Unternehmens bieten können“ so betonte Rektor Heinrich Schmidinger bei der Auftaktveranstaltung am 23. 11.. Der Weg in die Selbständigkeit sei eine berufliche Alternative, die heute von immer mehr Menschen angestrebt werde. 2004 wurden laut Statistik der Wirtschaftskammer allein in Salzburg mehr als 2.200 Betriebe neu gegründet. Die GründerInnen waren im Durchschnitt etwas über 36 Jahre allt.

Um Firmengründungen durch AkademikerInnen besser fördern zu können, wurde kürzlich in Salzburg das neue AplusB- Zentrum des Business Creation Centers Salzburg (BCCS) ins Leben gerufen. Die Universität Salzburg sei als Gesellschafterin mit dabei, so Schmidinger. Weitere BCCS-Gesellschafter sind die Fachhochschule Salzburg und die Inno-GmbH Wien. Unterstützung kommt von zwölf weiteren Partnern wie dem Infrastrukturministerium, dem Gründerservice der Wirtschaftskammer Salzburg, der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research und dem Techno-Z. Das BCCS Gründerzentrum bietet WissenschafterInnen, Universitäts- und Fachhochschul-AbsolventInnen sowie –Studierenden, die sich mit einem eigenen Unternehmen selbständig machen wollen, für eineinhalb Jahre nicht nur professionelle Unterstützung durch Experten, Weiterbildungsmöglichkeiten und finanzielle Förderungen sondern auch die notwendige Infrastruktur. Ganz wichtig: Am Anfang steht eine gute Idee und ein guter Businessplan!

Die Veranstaltungsreihe „Unternehmensgründung“ bietet in diesem Zusammenhang weitere Hintergrundinformationen von WissenschafterInnen der Universität Salzburg und Gespräche mit PraktikerInnen. Beim nächsten Termin am 25. Jänner 2006 werden Friedrich Harrer, Handelsrecht, und Sabine Urnik, Wirtschaftswissenschaft, zeigen wie die Rechtsform von Unternehmen gestaltet werden kann. Praxistipps gibt Hans-Joachim Picher vom Gründerservice der Wirtschaftskammer Salzburg.

Die Veranstaltung im WIFI Salzburg, Julius-Raab-Platz 2, 25.11. von 17 bis 20 Uhr, ist kostenlos zugänglich. Dies gilt auch für die weiteren Termine am 14. März und am 6. April, die wieder an der Universität Salzburg, im Hörsaal 230 in der Kapitelgasse 4 stattfinden. Die Themen: Unternehmensfinanzierung bzw. Wissenschaft und Wirtschaft.
     
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