Plassnik: "Frauen leisten einen besonderen Beitrag für den Frieden"  

erstellt am
12. 12. 05

Die Außenministerin zum 100-jährigen Jubiläum der Verleihung des Friedensnobelpreises an Bertha von Suttner
Wien (bmaa) - "Die große Mitteleuropäerin Bertha von Suttner wollte mit ihrem Friedensengagement ganz bewusst die Frauen ansprechen und mobilisieren", hob Außenministerin Plassnik anlässlich des 100. Jahrestags der Verleihung des Friedensnobelpreises an Bertha von Suttner hervor. "Erst dann, wenn sich Frauen aktiv einbringen können, wenn sie gehört und in politische Entscheidungsprozesse voll eingebunden werden, lassen sich viele Prozesse verändern. Erst dann können Frauen einen politischen Beitrag leisten", betonte Plassnik.

"Frauen leisten einen besonderen Beitrag im Zusammenhang mit der Vermeidung von Konflikten, aber auch beim Wiederaufbau nach Konflikten. Denken wir an die Wiederaufbauleistungen der Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs, denken wir an die unzähligen Frauen, die heute von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen sind, wie sie das Leben unter widrigsten Umständen immer wieder neu organisieren", so die Außenministerin.

Plassnik wies darauf hin, dass sich Österreich im Rahmen der EU, der OSZE und der UNO aktiv für die stärkere Einbindung von Frauen bei Friedensverhandlungen einsetze. "Diese Einbindung soll auch im Mandat der neuen UN-Kommission für Friedenskonsolidierung verankert werden", so die Außenministerin weiter. "Diese Initiativen, deren Wert und Berechtigung für uns heute selbstverständlich scheinen, haben in der Visionärin Bertha von Suttner bereits vor hundert Jahren eine bedeutende Vorkämpferin gehabt", sagte Plassnik.

Bertha von Suttner bildet einen der Schwerpunkte der Auslandskulturarbeit 2005/2006. In einer Reihe von Veranstaltungen in über 30 Ländern wurde und wird Suttners Lebenswerk gewürdigt.
     
zurück