Burgenland: 3 Mio Nächtigungen Zielvorgabe für 2012  

erstellt am
07. 12. 05

Tourismusenquete: Innovative Strategien für veränderte Gästestrukturen
Eisenstadt (blms) - Die Tourismuswirtschaft des Burgenlandes sieht sich mit der Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Länder, aber auch dem Auslaufen des Status eines Ziel 1-Fördergebietes künftig grundlegend veränderten Rahmenbedingungen ausgesetzt. Geänderte Gästeschichten werden entsprechend angepasste und flexiblere Angebotsstrukturen erfordern. Die Qualität der zu ergreifenden Strategien wird darüber entscheiden, ob das Burgenland auch hinkünftig im Wettbewerb auf einem vergrößerten Markt sich nicht nur behaupten, sondern dessen Chancen zu seinen Gunsten auch nutzen wird können. Im Rahmen einer Enquete wurden in Eisenstadt sich daraus ergebende Erfordernisse thematisiert und mögliche Antworten präsentiert.

„Der Tourismus hat sich im Burgenland in den letzten Jahren durch nachhaltige Investitionen äußerst positiv entwickelt. Getragen von einer Qualitätsoffensive konnten massive Zuwachsraten bei den Ankünften, aber auch bei den Nächtigungen verzeichnet werden. Wir brauchen einen zeitgemäßen Mix aus Leit- und Kleinbetrieben, strukturelle, aber auch organisationsstraffende Maßnahmen, damit die Saison verlängert und ein ganzjähriges touristisches Angebot geschaffen wird. Denn wir können die größtmögliche Auslastung der Hotels und Thermen nur dann garantieren, wenn sich das Burgenland als starke Marke etablieren kann, ein eigenes Profil entwickelt und sich die Betriebe am Trend der Zeit bzw. an den gesteigerten Bedürfnissen des Gastes orientieren“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl.

Im Jahr 2005 konnte bis dato eine sehr positive Entwicklung der Nächtigungszahlen verzeichnet werden. Im Oktober mit einem ausgezeichneten Zuwachs von 8%, im Zeitraum Jänner bis Oktober dieses Jahres mit einem Plus von 5,6%, womit es heuer erstmals in der Geschichte des Landes gelingen könnte, die Marke von 2,5 Millionen Nächtigungen zu durchbrechen. Mittelfristiges Ziel der Verantwortlichen ist es, bis zum Jahr 2012 die Schallmauer von 3 Millionen Nächtigungen zu erreichen.

Dazu die Tourismusreferentin der Burgenländischen Landesregierung, Mag. Michaela Resetar: „Die Ausgangspositionen für die bevorstehenden Veränderungen sind gut. Die statistischen Daten untermauern eindrucksvoll, dass es uns gelungen ist, die Destination Burgenland auf der Erfolgsspur zu halten. Durch gezielte Qualitätsinvestitionen wurde ein gutes Fundament für eine positive touristische Weiterentwicklung geschaffen. Um aber auch weiterhin wettbewerbsfähig bleiben zu können wird es notwendig sein, den neuen Herausforderungen offensiv zu begegnen, eine bessere Verknüpfung von Kultur, Tourismus und Sport zu bewerkstelligen, um neue Gästeschichten aus den Zukunftsmärkten vermehrt ansprechen zu können“.

Da der Urlaubsgast von heute spontaner, öfter und Jahreszeiten-unabhängig reist, müssen Angebote und Strategien diesem Umstand Rechnung tragen. „Creovative“ – also ebenso innovative wie kreative – Ideen sind gefragt, um den Gast ganzjährig zu binden. DI Helmut Müller, Geschäftsführer der Firma Input® Projektentwicklungs GmbH, Salzburg, erläuterte in seinem abschließenden Referat unter dem Titel „Reasons fo(u)r Seasons“ die Inszenierung creovativer Ideen für den Ganzjahrestourismus anhand einschlägiger Maßnahmen, wie beispielsweise der Implementierung unorthodoxer Marketingideen unter sorgsamer Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten und Einbindung spezifischer Zielgruppen.
     
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