Konjunkturbericht für das Burgenland präsentiert  

erstellt am
19. 12. 05

Wirtschaftsdaten genauer Analyse unterzogen
Eisenstadt (blms) - Gemeinsam mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Burgenland, Ing. Peter Nemeth und Mag. Manfred Dreiszker, Leiter des Referates für Statistik beim Amt der Burgenländischen Landesregierung präsentierte Landeshauptmann Hans Niessl am Freitag (16. 12.) den aktuellen Konjunkturbericht 2004 des Instituts für Höhere Studien (IHS) für das Burgenland: „Diese aktuelle Studie zeigt ein sehr positives Bild und bestätigt, dass sich das Burgenland zum wachstumsstärksten Bundesland entwickelt hat. Im Zeitraum 1997 bis 2002 ist im Burgenland das Bruttoregionalprodukt je Einwohner um 1% stärker gewachsen, als im Österreichweiten Durchschnitt.

Besonders erfreulich ist auch die aktuelle Entwicklung der Bauproduktion: Im Zeitraum Jänner bis August 2005 ist die Bruttowertschöpfung in diesem Bereich im Burgenland um 13,9% gestiegen. Damit ist das Burgenland die Nummer 1 vor Kärnten und Salzburg. Dazu der Landeshauptmann: „Ich bin davon überzeugt, dass dazu auch unsere Wohnbauförderung, die beste aller Bundesländer, ganz wesentlich beigetragen hat. Im Übrigen zeigen die Schätzungen und Prognosen des IHS, dass Burgenlands Konjunktur die leichte Schwächephase des Jahres 2004 überwunden hat. Laut IHS wird die Bruttowertschöpfung im Burgenland im Jahr 2005 um 0,3% stärker als im Österreichschnitt wachsen, im Jahr 2006 um 0,4%.“

Ein ganz wesentliches Ergebnis dieser Studie ist auch, dass der Index der Strukturveränderung im Jahr 2002 im Burgenland 12,4% betragen. Das ist im Vergleich der Bundesländer der zweitbeste Wert nach der Steiermark. Dieser Index drückt aus, dass es eine tief greifende Erneuerung der wirtschaftlichen Strukturen gegeben hat und eine echte Modernisierung der Wirtschaft gelungen ist.

„Dieser Index zeigt auch, dass die Ziel 1-Förderperiode erfolgreich genutzt wurde und die daraus resultierenden Projekte gegriffen haben. Da wir in einigen Bereichen jedoch noch nicht auf der Überholspur sind, wird es hinkünftig notwendig sein, eine Standortstärkung zu bewirken, strukturelle Wirtschaftsräume zu schaffen, die es zu entwickeln gilt, die bedarfsorientierte Ausbildung zu intensivieren, neue Finanzierungs- bzw. Fördermöglichkeiten auszuloten und eine entsprechende Clusterbildung zu forcieren, um verstärkte Marktauftritte zu ermöglichen“, betonte WK-Präsident Ing. Peter Nemeth.

Die Ergebnisse der IHS-Studie sind ein Beleg für die dynamische und erfolgreiche Entwicklung, die Wachstumsprognosen sind sehr positiv. „Aber natürlich sind wir weiterhin gefordert, die richtigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für Wachstum und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zu diesen Voraussetzungen gehört vor allem die Errichtung eines neuen Fonds, der Ausbau der Infrastruktur, eine attraktive Ziel 1-Nachfolgeförderung sowie eine aktive Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik“, so der Landeshauptmann abschließend.
     
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