Neue Uniformen für Polizistinnen und Polizisten  

erstellt am
20. 12. 05

Wien (bmi) - "Hochwertige Qualität und funktionelle Schnitte, für härteste Einsätze geeignet", das ist das Urteil von Innenministerin Liese Prokop über die neuen Polizeiuniformen, die sie den Polizisten der Polizeiinspektion Laurenzerberg in


Innenministerin Liese Prokop übergab die ersten neuen Uniformen an Polizisten des Wachzimmers Laurenzerberg in Wien. Foto: BM.I/E. Weissheimer
Wien übergeben hat. Die Beamten sind die ersten Polizisten Österreichs, an die die neue einsatzuniform ausgeliefert wurde.

Der Bekleidungswirtschaftsfonds der Exekutive (BWF) des Bundesministeriums für Inneres ist für die Beschaffung der Dienstbekleidung für die uniformierten Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes (Beamte des rechtskundigen Dienstes, Polizistinnen und Polizisten und Vertragsbedienstete) zuständig. Die früheren Systeme der Gendarmerie (Versandhaussystem) und der Polizei (Kaufhausprinzip) erforderten bundesweit den Einsatz von ca 180 Mitarbeitern in der Distribution von Uniformstücken. Der BWF bewältigt seine Aufgaben mit 35 Mitarbeitern. "Oberst Gernot Ortner und Bezirksinspektor Richard Mock haben mit ihrem Team ausgezeichnete Arbeit geleistet," freut sich die Innenministerin über das Engagement der Beamten im Referat IV/4/c des Ministeriums.

Mit Februar 2002 wurde die Verwaltung und Logistik auf EDV-Unterstützung (Microsoft Business Solutions-Axapta) umgestellt. Seither haben die Polizistinnen und Polizisten die Möglichkeit ihre Uniform-Bestellungen über einen im Intranet des Innenministeriums eingerichteten WebShop einzugeben. Über ein eigenes (fiktives) Konto kann die/der Bedienstete eigenverantwortlich "einkaufen".

Am Beginn der Berufsausbildung erhält die Polizistin / der Polizist eine Bekleidungseinlage von € 959,28 um sich seine ersten Uniformsorten anschaffen zu können. In der Folge erhält die Beamtin / der Beamte jährlich ein Bekleidungspauschale (€ 277,32).

Von der BWF werden ca. 27.000 Bedienstete betreut. Davon können noch 2005 1.500 die neue Uniform bestellen, im Verlauf des ersten Halbjahres 2006 können bis zu 15.000 Polizistinnen und Polizisten mit den neuen Uniformteilen versorgt werden.

Bei der Entwicklung der Uniform für die neue Bundespolizei standen zwei Ziele im Vordergrund:

  1. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei geben oft unter härtesten Bedingungen ihr Bestes, sie haben Anspruch auf bestmögliche Ausstattung. Deshalb ist die Uniform für härteste Einsätze geeignet, Sportlichkeit unterstützend, schützend, qualitativ hochwertig und funktional.
  2. Die neue Uniform ist unverwechselbar und – im positiven Sinn – auffällig, Kompetenz vermittelnd, Vertrauen fördernd und die Philosophie einer modernen Polizei ausstrahlend. Die historisch bewährte schlichte Eleganz der österreichischen Uniformen wurde bewahrt und weiter entwickelt. Dem europäischen Trend folgend hatte sich die farbliche Gestaltung an der Grundfarbe "dunkelblau" zu orientieren.


Die Beschaffung erfolgt nach den gesetzlichen Regeln, insbesondere des Bundesvergabegesetzes 2002, europaweit. Da die Abwicklung über den Bekleidungswirtschaftsfonds erfolgt und somit nur der Betrag der oa. Konten Verwendung findet, ist sichergestellt, dass dem Bundesministerium für Inneres und damit dem Steuerzahler keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Das bei der Beschaffung angestrebte Ziel "Bessere Qualität zum gleichen Preis" konnte erreicht werden. Die für den Polizeieinsatz erforderlichen Uniformstücke (1 Mehrzweckjacke, 1 Einsatzjacke, 3 Uniformhemden, 2 Mehrzweckhosen, 1 Barett mit Emblem und 1 weiße Tellerkappe mit Emblem) kosten insgesamt nur € 368,70.

Der Umstellungszeitraum von den bisherigen Uniformen auf die neue einheitliche blaue Uniform wurde bis Ende 2007 begrenzt.

     
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