1. Innsbrucker Bildungstag: ein volles Programm  

erstellt am
03. 03. 06

Großer Erfolg – 560 Pädagoginnen besuchen 33 Seminare
Innsbruck (rms) - Eine neue und gemeinsame Initiative für die Fortbildung der PädagogInnen im Pflichtschulbezirk Innsbruck setzten die Stadt Innsbruck, der Bezirksschulrat Innsbruck Stadt und das Pädagogische Institut des Landes Tirol. Workshops, Seminare und Erfahrungsaustausch standen auf dem Programm der "1. Innsbrucker Bildungstages" am 2. März und fanden überaus großes Interesse: Innsbrucks "Pädagogenlandschaft" war zu fast 100 Prozent vertreten.

Adressiert war diese "Fortbildungs-Premiere" an die PädagogInnen der Innsbrucker Volks-/Hauptschulen und der drei Sonderpädagogischen Zentren. "Von 600 "möglichen" LehrerInnen nahmen über 560 die Fortbildung an - und das freiwillig", freut sich StRin. Mag.a Christine Oppitz-Plörer in einem Pressegespräch gemeinsam mit Bezirksschulinspektor Ferdinand Treml und Mag. Ferdinand Neu (Bildung, Schule und Gesellschaft): "Ein Beweis für die große Bereitschaft, sich fortzubilden, wenn das Angebot attraktiv ist. "

33 Seminare wurden angeboten (von der Basisfertigkeit im Lesen und Rechtschreiben, von der Lesekompetenz, bis zu Praxistipps für die tägliche PC-Arbeit, Soziales Lernen und sogar Klettern). "Unterrichtet" wurde an den Pflichtschulen (von Referent/innen aus Tirol und Vorarlberg). Der erste März- Donnerstag wurde zum "bezirksautonomen Schultag" erklärt: Schulfrei für die SchülerInnen, dafür Zeit und Platz für die (freiwillige Fortbildung der LehrerInnen der 22 Volkschulen, 11 Hauptschulen und drei Sonderpädagogische Zentren.

"Bildung ist eine Entwicklung"
"Unsere Kinder brauchen einen Unterricht mit den modernsten Mitteln", bekennt sich Bgm. Hilde Zach in ihren Grußworten beim Empfang nach dem "Kongress" zu den Investitionen in die schulische Infrastruktur (moderne Schulbauten und Ausrüstungen etwa im IT-Bereich). "Vor allem leisten die bestens qualifizierten Pädagoginnen einen großen Beitrag für die Zukunft der Jugend."

Die schulischen Initiativen der Stadt finden Anerkennung. "Es gibt kaum eine vergleichbare Stadt in Österreich, die gerade im Bereich der Pflichtschulen so viele Akzente setzt", so Dipl.VW. Mag. Sebastian Mitterer Präsident des Landesschulrates.

Bildung ist ein Prozess
"Bildung ist kein Produkt, Bildung ist Entwicklung", betont Innsbrucks Schul- und Bildungstadträtin Mag. Oppitz-Plörer. Das war unter anderem auch die Zielrichtung der "1. Bildungskonferenz". Fortbildung für die Pädagoginnen war und ist im Schulbezirk Innsbruck Stadt ein Schwerpunktthema. 15 Fortbildungseinheiten sind den LehrerInnen gesetzlich vorgeschrieben und werden im Portfolio des Bildungspasses vermerkt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an freiwilligen Fortbildungsmöglichkeiten, angeboten im Bildungsprojekt der Stadt "Jugend.Bildung.Innsbruck" (ehemals Schulförderungsprogramm).
Die Schwerpunkte pädagogischer Arbeit sieht Innsbrucks Bezirksschulinspektor Ferdinand Treml im "Offenen Lernen" und in der "freien Arbeit", im sozialen Lernen mit all seinen Facetten und im Lernen der Informationstechnologien. Eine Schlüsselstellung für die Zukunft kommt der Sprachentwicklung zu (vor allem bei Kindern nicht deutscher Muttersprache).

Die Herausforderung für die Schulen selbst wird in der Entwicklung zu eigenverantwortlichen Institutionen liegen. Moderne Rahmenlehrpläne (zwei Drittel sind vorgeschriebener "Kernlehrstoff", ein Drittel kann selbständig gestaltet werden) bieten schon jetzt mit einer "individualisierten und differenzierten Pädagogik" die Möglichkeit, auf die Fähigkeiten der Kinder einzugehen - vom verhaltensauffälligen bis zum hochbegabten Kind.

Für einen 2.Innsbrucker Bildungstag haben sich die Träger Stadt, Bezirkschulinspektorat und Pädagogisches Institut zwei Vorgaben gesetzt: Akzeptanz und Evaluierung. Nach dem überaus großen Interesse zu fast 100 Prozent und einer Evaluierung Ende März mit einem ebenfalls zu erwartenden positiven Ergebnis dürfte im Jahr 2007 dem Bildungstag Nummer 2 nichts im Wege stehen.
     
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