Außenministerin zu EU-Troika-Treffen in Kiew  

erstellt am
03. 03. 06

Plassnik: "Ukraine ist ein Freund, dessen Entwicklung wir mit Sympathie verfolgen"
Wien (bmaa) - Außenministerin Ursula Plassnik ist am Freitag (03. 03.) für ein Treffen der EU-Troika mit der Ukraine in Kiew. Im Vorfeld des Treffens drückte Plassnik ihre feste Überzeugung aus, dass "die bevorstehenden Wahlen in der Ukraine am 26. März frei, fair und entsprechend internationalen Standards durchgeführt werden. Die Europäische Union ist zuversichtlich, dass die Ukraine auf dem eingeschlagenen Weg der Reformen weitergehen und an den demokratischen Errungenschaften festhalten wird. Wirtschaftliche und soziale Reformen, sowie der entschlossene Kampf gegen Korruption und die Linderung der Armut werden auch nach den Wahlen grosse Herausforderungen sein".

"Die Ukraine ist ein Freund, dessen Entwicklung wir mit großer Sympathie verfolgen. Dieses Land ist unterwegs in die europäische Wertegemeinschaft. Das haben die Ukrainerinnen und Ukrainer vor eineinhalb Jahren in der orangenen Revolution eindrucksvoll bewiesen. Diesen Wunsch der Bevölkerung nach einer modernen und transparenten Demokratie und einem wirtschaftlichen und sozialen Erfolgskurs wird auch die zukünftige Regierung umzusetzen haben“, sagte die Aussenministerin.

"Für die Europäische Union", so Plassnik weiter, "ist die Ukraine ein geschätzter Partner im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik. Wir arbeiten gemeinsam an einem immer engeren Beziehungsnetz, das neben der wirtschaftlichen Integration auch eine Vertiefung der politischen Kooperation umfasst."

Weitere Gesprächsthemen werden die Sicherheit der Energieversorgung und Entwicklungen in der Region sein, insbesondere in Belarus, Moldawien und Georgien. Die Außenministerin wird auch die Frage der aus der Ukraine nach Usbekistan abgeschobenen Flüchtlinge ansprechen.
     
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