Gorbach: Grenzüberschreitende Verkehrssicherheit ist aktuelles Thema für Europa  

erstellt am
03. 03. 06

Informelles Verkehrsministertreffen hat am Donnerstag in Bregenz begonnen
Bregenz (bmvit) - Zu Beginn des Informellen Verkehrsministertreffens in Bregenz gab Verkehrsminister und Ratsvorsitzender Hubert Gorbach in einer Auftaktpressekonferenz die Schwerpunkte der zweitägigen Gespräche bekannt. So wird im Mittelpunkt der Arbeitssitzungen das Thema grenzüberschreitende Verkehrssicherheit stehen.

„Grenzüberschreitende Sicherheitsdenkkultur ist keine leere Worthülse, sondern eine Mission. Dieses Thema ist aktuell für Europa, für Österreich, für Vorarlberg. Es geht darum, Verkehrstote zu verhindern und Leben zu retten“, betonte Ratsvorsitzender Gorbach und wies darauf hin, dass in der Europäischen Union im Jahr 2005 über 40.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen seien, weltweit waren es 1,2 Millionen. Deshalb sei es wichtig, bewusstseinsbildende Maßnahmen im Bereich Verkehrssicherheit zu setzen. So laufe in Österreich zu diesem Thema eine Informationskampagne mit dem Titel „Gurte retten Leben“, die unter anderem durch TV und Radiospots auf die Wichtigkeit von Gurtenpflicht und Kindersicherung im Straßenverkehr hinweise. Dadurch sei es unter anderem gelungen, betonte Gorbach, die Zahl der Verkehrstoten in Österreich um 30% zu reduzieren. So habe sich beispielsweise die Gurtenanlegequote erhöht. Diese Kampagne werde man nun, den EU-Verkehrsministern präsentieren. „Es ist wichtig, in diesem Bereich von einander zu lernen und Synergieeffekte zu erzielen. Ziel ist es, sich auf eine einheitliche europaweite Kampagne zum Thema Verkehrssicherheit zu einigen“, betonte der Verkehrsminister.

Weiters stehen auf der Tagesordnung der Entwurf der Infrastruktur-Direktive der Europäischen Kommission, die Revision des Weißbuches Verkehr sowie der Bericht von Kommissar Jacques Barrot über die Halbzeitbilanz des Europäischen Aktionsprogramms. „Das Weißbuch der Kommission nimmt Weichenstellungen für die Zukunft vor und hat eine moderne, nachhaltige Verkehrspolitik zum Ziel, die sowohl wirtschaftliche, soziale aber auch ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt“, sagte Gorbach und betonte die Notwendigkeit, die kontinuierliche Verkehrszunahme vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln. Wesentlich sei, das Gleichgewicht der Verkehrsträger wiederherzustellen, so Gorbach weiter. Die Verkehrsminister werden sich auch intensiv mit dem Thema „eSafety“ auseinandersetzen. So stehe ein Besuch des ÖAMTC Fahrsicherheitszentrums in Röthis auf dem Programm, berichtete Gorbach.
     
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