"Geschichtsbaum Europa"  

erstellt am
02. 03. 06

Österreich initiiert Projekt zur Vermittlung eines gemeinsamen europäischen Geschichtsbildes
Wien (bmaa) - Der österreichische EU-Ratsvorsitz ist der Anlass für eine Präsentation des von der Historikerin Britta Orgovanyi-Hanstein entwickelten, grafisch gestalteten und inhaltlich erarbeiteten "Geschichtsbaums Europa". Das Projekt Geschichtsbaum Europa wurde am Mittwoch (01. 03.) im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMBWK) und des Außenministeriums im Audienzsaal des BMBWK den in Österreich akkreditierten Botschaftern und internationalen Vertretern vorgestellt.

Die Projektleitung haben in Zusammenarbeit mit der Autorin Dr. Walter Denscher, Leiter der Schulbuchabteilung im BMBWK, und Peter Schabaritz übernommen. Als Projektpartner fungiert neben den beiden Bundesministerien die Wirtschaftskammer Österreich.

Es handelt sich beim Geschichtsbaum Europa um einen Überblick über die europäische Geschichte in Form eines Laubbaums, dessen Blätter einzelne geschichtliche Ereignisse markieren, während das Astwerk die Entwicklung in den europäischen Kulturen bzw. Geschichtsräumen abbildet. Linienförmige Meridiane ermöglichen es, gleichzeitig in der europäischen Geschichte auftretende Ereignisse und Entwicklungen zu sehen. Ein besonderes Detail ist die Darstellung der gemeinsamen geistigen Wurzeln Europas.

Im Vorfeld der Veranstaltung betonte der Leiter der Kulturpolitischen Sektion im Außenministerium, Botschafter Emil Brix, die Bedeutung von gemeinsamen Geschichtsbildern für die Bildung einer europäischen "Öffentlichkeit": "Projekte wie der Geschichtsbaum Europa stellen einen wertvollen Beitrag dar, um das Bewusstsein für das Gemeinsame in Europa sowohl in der Kultur wie auch in der Geschichte noch stärker zu einem Thema für den Schulunterricht und die Öffentlichkeit zu machen. Der Baum als Symbol für die gemeinsamen Wurzeln der europäischen Geschichte ist kein Statement gegen die Unterschiedlichkeit in Europa, aber für mehr gemeinsame Sichtweisen". Das Außenministerium beabsichtigt während der österreichischen Ratspräsidentschaft in den österreichischen Kulturforen in Bern, Paris, Strassburg, Brüssel und Berlin weitere Präsentationen des Projektes durchzuführen. Die Veranstaltungen sollen gleichzeitig auch der Rahmen für einen breiten kulturellen Austausch sein, der über den geschichtlichen Kontext hinausgeht.
     
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