Grüne Wien: Ungleichbehandlung von Behindertensport durch ORF  

erstellt am
20. 03. 06

Smolik: "Über Paralympics im ORF Sportprogramm nicht viel zu finden"
Wien (grüne) - Im Februar 2006 fand die Olympiade in Turin statt. Wir durften tagtäglich die Erfolge "unserer österreichischen SportlerInnen", zig Olympiastudios und Liveberichterstattungen via ORF mitverfolgen.

"Nur was ist mit den Paralympics, die seit dem 10. März in Turin stattfinden?", fragt sich Behindertensprecherin Claudia Smolik. Im ORF-Sportprogramm ist davon nicht viel zu finden, keine Liveberichterstattung und auch keine Olympiastudios. Und das, obwohl die österreichischen TeilnehmerInnen der Paralympics ebenso erfolgreich sind. So haben sie bis Freitag 8 Medaillen errungen- 2 mal Gold, 2 mal Silber und 4 mal Bronze. Im Medaillenspiegel liegt Österreich damit auf dem 6. Platz.

"Diese Ungleichbehandlung von SportlerInnen in diesem Land ist unglaublich, es herrscht nicht nur beim öffentlich rechtlichen ORF eine Ignoranz gegenüber Menschen mit Behinderungen vor, die unerträglich ist", ärgert sich Smolik. Das Gleichstellungsgesetz war ja längst überfällig und notwendig, aber damit ist es nicht getan. Wir brauchen eine andere Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderungen, und der ORF könnte dazu auch seinen Teil beitragen, fordert Smolik.
     
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