Industrieproduktion in Eurozone und EU25 stabil  

erstellt am
17. 03. 06

Luxemburg (eurostat) - Die saisonbereinigte Industrieproduktion1 blieb in der Eurozone2 im Januar 2006 im Vergleich zum Vormonat unverändert. Im Dezember 20053 war sie um 0,2%, im November um 1,4% gestiegen. Auch in der EU25 blieb die Industrieproduktion im Januar 2006 stabil, nachdem sie im Vormonat Dezember3 um 0,4% und im November um 1,0% zugenommen hatte.

Gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2005 nahm die Industrieproduktion im Januar 2006 in der Eurozone um 2,5% und in der EU25 um 2,4% zu.

Diese Schätzungen werden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlicht.

Monatsvergleich
Gegenüber dem Vormonat Dezember nahm die Produktion von Investitionsgütern im Januar 2006 in der Eurozone um 1,1% und in der EU25 um 1,2% zu. Bei den Gebrauchsgütern betrug der Anstieg 0,4% bzw. 0,1%. Die Produktion von Vorleistungsgütern legte in der Eurozone um 0,4% zu und blieb in der EU25 stabil. Bei den Verbrauchsgütern war in der Eurozone ein Rückgang um 0,6% und in der EU25 ein Rückgang um 0,4% festzustellen. Im Energiesektor nahm die Produktion um 3,0% bzw. 1,9% ab.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten im Januar 2006 elf eine steigende, einer eine unveränderte und neun eine sinkende Industrieproduktion. Die kräftigsten Zuwächse registrierten Irland (+11,8%), Luxemburg (+4,6%), die Tschechische Republik (+3,9%), und Schweden (+1,4%), die stärksten Rückgänge Dänemark (-4,1%), Portugal (-3,7%), die Niederlande (-2,6%) und Estland (-2,0%).

Jahresvergleich
Gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2005 nahm die Produktion von Investitionsgütern im Januar 2006 in der Eurozone um 4,2% und in der EU25 um 4,8% zu. Im Energiesektor legte die Produktion um 3,4% bzw. 2,2% zu. Die Gebrauchsgüterproduktion stieg in der Eurozone um 2,9% und in der EU25 um 3,0% an. Die Produktion von Vorleistungsgütern erhöhte sich um 2,3% bzw. 1,9%. Bei den Verbrauchsgütern betrug der Anstieg in der Eurozone 0,5% und in der EU25 0,8%.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten fast alle im Januar 2006 einen Anstieg der Industrieproduktion. Einzige Ausnahmen sind Frankreich, wo die Produktion unverändert blieb, und das Vereinigte Königreich, das einen Rückgang registrierte (-1,4%). Die kräftigsten Zuwächse wurden in Litauen (+13,7%), der Tschechischen Republik (+12,7%), Luxemburg (+12,6%) und Estland (+12,1%) festgestellt.

  1. Zur Methodik siehe Pressemitteilung 38/2000 vom 23. März 2000; zu den gegenwärtig verwendeten Gewichten siehe Pressemitteilung 68/2003 vom 17. Juni 2003.
  2. Eurozone: Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland.
  3. Die Daten für die vorhergehenden Monate wurden gegenüber den in der Pressemitteilung 19/2006 vom 17. Februar 2006 veröffentlichten Daten revidiert. Die Daten für Dezember 2005 lauteten wie folgt: gegenüber dem Vormonat +0,1% für die Eurozone und +0,3% für die EU25, gegenüber dem Vorjahresmonat +2,5% für die Eurozone und die EU25.
  4. Gesamte Industrie (ohne Baugewerbe). Gemäß der Ratsverordnung Nr. 1165/98 veröffentlicht Eurostat, soweit verfügbar, national saisonbereinigte Daten. Für die übrigen Mitgliedstaaten (Tschechische Republik, Griechenland, Spanien, Zypern, Lettland und Luxemburg) nimmt Eurostat die Bereinigung selbst vor. Somit werden zur Saisonbereinigung der nationalen Reihen unterschiedliche Methoden benutzt.


    Die saisonbereinigten Reihen für die Eurozone und die EU25 werden durch Aggregation der arbeitstäglich bereinigten Reihen der Mitgliedstaaten und anschließende Saisonbereinigung berechnet. Die saisonbereinigten Daten für die gesamte Industrie (ohne Baugewerbe) beruhen daher nicht auf einem Aggregat der saisonbereinigten Indizes der Mitgliedstaaten, sondern unmittelbar auf den von den Mitgliedsländern gelieferten arbeitstäglich bereinigten Reihen. Die saisonbereinigten Wachstumsraten der Eurozone und der EU25 können daher von den gewichteten Wachstumsraten der Mitgliedstaaten abweichen (siehe Methodik des Produktionsindexes der Industrie).

    Dies bedeutet auch, dass das Aggregat nicht auf den veröffentlichten Teilergebnissen (Vorleistungs-, Investitions-, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter, Energie) beruht.

     
zurück