Der erfolgreiche Weg der oö. Edelbrände  

erstellt am
16. 03. 06

Qualitätsorientierung und Profilierung bringen Erfolg
Linz (lk) - Oberösterreichs Edelbrenner gehören zur Weltspitze bei hochprozentiger Qualität. Mehr als 1.000 Medaillen haben die 7 besten Schnapsbrenner Oberösterreichs in den vergangenen 12 Jahren abgeholt. 7 Markennamen stehen heute für das Edelbrandforum: Hochmair, Langmayr, Parzmair, Reisetbauer, Schosser, Wöhrer, Wurm.

Marke, Herkunft, Qualität und Kundenservice
Volle Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Qualitätsproduktion sind für die Meister der Destillerie das Um und Auf. Dazu kommen Regionalität und Kundenservice bis ins Detail. Ein gutes Essen schließt mit einem Glas Edelbrand, das übrigens nur halb so viel Alkohol wie ein Achterl Wein hat.

Wertschöpfung für Landwirtschaft
Oberöstereich ist ein Land der Schnapsbrenner. Die Landwirtschaft erhält 12.000 Hektar Streuobstflächen für unser Landschaftsbild. Mit einem Qualitätsprofil gelingt Wertschöpfung in der Landwirtschaft. Die besten Edelbrände kosten 50 bis 60 Euro pro Liter.

Qualitätsprofil mit Wertschöpfung
Der erfolgreiche Weg der oberösterreichischen Edelbrenner ist beispielhaft für eine Qualitätsstrategie. Vor 12 Jahren haben sich 24 Schnapsbrenner in der "Arbeitsgemeinschaft OÖ. Qualitätsbrenner" gefunden und begonnen, professioneller am Markt aufzutreten.

Aus der ARGE Qualitätsbrenner sind ab dem Jahr 2000 sieben Mitglieder den Qualitätsweg konsequent weitergegangen und haben sich im "OÖ. Edelbrandforum" zusammengeschlossen:

Die 7 Mitglieder OÖ. Edelbrandforum:
Josef Hochmair, 4702 Wallern, http://www.malznerhof.at
Karl Langmayr, 4070 Eferding,
http://www.langmayr.at
Ferdinand Parzmair, 4690 Schwanenstadt,
http://www.parzmair.at
Hans Reisetbauer, 4062 Thening,
http://www.reisetbauer.at
Schosser KEG, 4611 Buchkirchen,
http://www.schosser.com
Ing. Manfred Wöhrer, 4050 Traun,
http://www.woehrer.at
Ing. Franz Wurm, 4490 St. Florian,
http://www.wurm-wurm.at

"Diese Grundidee der Qualitätsbemühungen in der Schnapserzeugung haben die Mitglieder des OÖ. Edelbrandforums zur Spitze geführt", sagt Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger und betont: "Die international erfolgreichen oberösterreichischen Edelbrenner sind Vorbild für eine auch in anderen Agrarbereichen notwendige Qualitätsprofilierung in unserem Bundesland". Die sieben Paradebrenner zeigen, welches Potenzial in der oberösterreichischen Landwirtschaft steckt und wie Spitzenqualität positioniert werden kann.

Wertschöpfung für landwirtschaftliche Produkte
Oberösterreichs Bauern bewirtschaften 12.000 Hektar Streuobstflächen als wichtigen Bestandteil des unverkennbaren Landschaftsbildes. "Der Erhalt dieser Flächen ist an die Nutzung gebunden", sagt Landesrat Stockinger. Damit verbunden ist die Wertschöpfung für das Produkt aus dem heimischen Obst. Der Qualitätsstandard bei Edelbränden sichert auch die Streuobstflächen.

Allein im Vorjahr wurden 9.000 Bäume gepflanzt, darunter 20 Apfelsorten und 16 Birnensorten. Besonders im Kommen sind die alten Obstsorten, die dann sortenrein gebrandt werden. Klingende Beispiele dafür sind Kronprinz Rudolf, Gellerts Butterbirne, Clapps Liebling oder Berner Rosen.

Edeldestillate sind kulinarische Botschafter weit über die Landesgrenzen hinaus. Die 7 Mitglieder aus dem OÖ. Edeldestillateforum haben Lieferadressen von Amerika bis China gelistet. Der Hauptmarkt bleibt aber Österreich mit 75 % Absatz der insgesamt 150.000 Edelbrandflaschen (0,35 Liter) mit einem Handelspreis von 18 - 20 Euro (errechneter Literpreis: 50 bis 60 Euro). Bemerkenswert sind im Exportgeschäft der oö. Kirschbrand für den Schweizer Markt oder Whiskey aus Oberösterreich für Japan. "Das OÖ. Edelbrandforum hat bewiesen, dass Professionalisierung am Markt umsetzbar ist. Kein anderes Produkt aus Oberösterreich steht im Genuss- und Lebensmittelbereich so weit vorne, wie der Edelbrand", sagt Landesrat Stockinger.


Obmann Ing. Manfred Wöhrer, OÖ. Edelbrandforum:
"Wir Oberösterreicher sind die Besten"
"Wer glaubt, er habe alles erreicht, hat nie versucht, wirklich gut zu sein", beschreibt der Obmann des OÖ. Edelbrandforums, Ing. Manfred Wöhrer, das Ziel seiner Mitglieder.

Hochmair, Langmayr, Parzmair, Reisetbauer, Schosser, Wöhrer und Wurm sind die Meister der Destillerie und haben ihre Spitzenpositionen in der österreichischen Brenner-Szene stets ausgebaut. Das belegen zahlreiche nationale und internationale Prämierungen, mehr als 1.000 Medaillen haben die 7 Parade-Brenner bereits abgeholt.

Das Geheimnis sind für Wöhrer Edelbrände der Spitzenklasse mit eigenem Charakter. "Der Konsument ist letztlich das einzige Kriterium für unsere Qualität", sagt Wöhrer. Schnaps habe sein "anrüchiges Image" inzwischen nicht mehr, es geht um Genuss auf höchster Ebene. Edelbrände sind heute 100%ige Fruchtdestillate ohne Aromazusatz, ohne Zuckerzusatz und ohne Fremdalkohol. Es werden lediglich einwandfreie, eingemaischte und vergorene Früchte destilliert.

"Viele Edelbrandliebhaber sind Frauen", sagt Wöhrer und räumt gleich mit einem Vorurteil auf: Ein Stamperl (2 cl) Edelbrand hat um die Hälfte weniger Alkohol wie ein 1/8 l Wein. Es geht heute um homöopathische Dosen für ein beeindruckendes Geschmackserlebnis".

Bodenständige Sorten im Trend
Die Williams Birne ist das Leitprodukt jedes Edelbrenners. Neben Marille und Kirsch gewinnt vor allem aber die Zwetschke immer mehr an Bedeutung an den Edelbränden. Der Trend geht eher weg von Exoten wie Ananas, Banane, Mandarine oder Ingwer hin zu bodenständigem Rohstoff. Schon beim Einmaischen achten die Edelbrenner auf den Reifegrad, den Säuregehalt und die Temperatur des verwendeten Obstes, das die 7 Edelbrenner von insgesamt 30 Hektar heimischen Plantagen und Obstkulturen beziehen.

Marke, Herkunft, Regionalität sowie volle Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Produktion sind in der Vermarktung von Edelbränden ein absolutes Muss. Obmann Wöhrer: "Wichtig war uns das Durchstarten und Abheben vom Durchschnitt". Oberösterreichs Edelbrenner haben auch die Brenntechnologie stark mitgeprägt. Wöhrer: "Wir haben in den 12 Jahren unheimlich viel gelernt und mit der Qualitätsspitze eine breite Basis für Edelbranderzeuger geschaffen".

Tipps für Edelbrandverkostung
Verkostungsgläser, keine Stamperl nehmen
Andere Geruchseinflüsse vermeiden (nicht rauchen)
Homöopathische Dosen (ein Fingerhut voll)
Viel Wasser trinken zum Neutralisieren

Riechen: Glas schräg halten, riechen, nicht schwenken, um Fehlaromen zu erkennen

Schwenken: Nochmals riechen, das Aroma entwickelt sich voll

Trinken: Auf der Zunge einen kleinen Schluck verteilen, um alle Geschmackssinne zu aktivieren

Wiederholen: Geschmack und Aromaprobe wiederholen, denn Luftzufuhr verändert den Geschmack

Informationen: http://www.edelbrandforum.at
     
zurück