Kärntner Schüler sollen Sportsfreunde werden  

erstellt am
15. 03. 06

LHStv. Strutz, LR Schantl und Projektpartner präsentierten "Sportverein trifft Schule – Gesund ins Leben"
Klagenfurt (lpd) - Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung, Sport und Gesundheits- bewusstsein animieren soll das Projekt "Sportverein trifft Schule – Gesund ins Leben". Am Mittwoch (15. 03.) wurde es von Schul- und Bildungsreferent LHStv. Martin Strutz, Sport- und Gesundheitslandesrat Wolfgang Schantl sowie den Projektpartnern bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt vorgestellt. Das Projekt soll die Kooperation der heimischen Vereine mit den Volks- und weiterführenden Schulen vertiefen sowie den Aufbau eines regionalen Sportnetzes unterstützen. Eigene Trainings-Module gibt es für Sechs- bis Zehnjährige bzw. Zehn- bis 19jährige, zudem gibt es spezielle Angebote für Mädchen.

Schulreferent Strutz betonte, dass "Sportverein trifft Schule – Gesund ins Leben" ein Zukunftsprojekt und keine Einmal-Aktion sei. Er strich vor allem den pädagogischen und gesellschaftspolitischen Aspekt hervor. Gerade im Bildungsbereich sei man mit steigenden psychologischen Problemen konfrontiert, wie der zunehmenden Gewaltbereitschaft bei Kindern. Daher sei es wichtig, schon in den Pflichtschulen Projekte zum Aggressionsabbau anzubieten. In der mediendominierten Gesellschaft komme es bei Jugendlichen oft zu Vereinsamung und Rückzug ins Individuum. Durch das neue Sportprojekt könnten Jugendliche auch lernen, mit Siegen und Niederlagen im Alltag umzugehen. Zudem würden die Sportvereine so auch die wesentliche Aufgabe der Nachmittagsbetreuung übernehmen. Morgen, Donnerstag, werden laut Strutz alle Schulen informiert und können sich dann für das Projekt anmelden.

Für Sportreferent Schantl ist Sport ein unverzichtbarer Bestandteil umfassender Bildung und Erziehung. Sport soll für ihn die Freude an der Bewegung und an gemeinschaftlicher Aktivität wecken und "unsere Kinder und Jugendlichen von Fernseher und Computerspielen wegbringen sowie vor den Gefahren von Sucht und sinnloser Gewaltbereitschaft schützen". Gleichzeitig soll Sport in der Schule Fähigkeiten wie Fairness, Toleranz, Teamgeist, Mitverantwortung und Leistungsbereitschaft fördern und festigen, sagte Schantl. Schul- und Vereinssport sind für ihn unverzichtbare Partner, daher werde "Sportverein trifft Schule – Gesund ins Leben" vom Landessportreferat mit rund 15.000 Euro unterstützt.

Projektpartner sind das Land Kärnten, der Landesschulrat für Kärnten, die Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur (ASKÖ) – Landesverband Kärnten, der Allgemeine Sportverband Österreich (ASVÖ) – Landesverband Kärnten, die Österreichische Turn- und Sportunion (UNION) – Landesverband Kärnten sowie weitere Kärntner Vereine. Die Projektkoordination liegt bei Kärnten Sport Koordination. Von ASKÖ, ASVÖ und UNION werden jeweils rund 2.500 Euro für das Projekt beigesteuert.

Konkret sollen im Rahmen des Projektes ausgesuchte Vereinstrainer, Lehrwarte oder Übungsleiter an die Schulen kommen und zusammen mit der jeweiligen Lehrkraft in sechs Unterrichtsstunden eine Anzahl von gesundheitsfördernden Bewegungs- und Sportstunden nach ausgearbeiteten Qualitätsrichtlinien gestalten. Kinder und Jugendliche sollen so längerfristig zu mehr breitensportlichen und gesundheitsorientiert ausgerichteten Bewegungsaktivitäten gebracht werden, neue Bewegungsformen erleben, verbindliche Informationen und Beratung erhalten und die regionalen Sportvereine besser kennen lernen. Durch spezielle Bewegungsprogramme sollen vor allem Mädchen und junge Frauen verstärkt zum Sporttreiben motiviert werden, um positive Erfahrungen in Bezug auf ihren Körper und ihr Selbstbild zu entwickeln.
     
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