Haus der Geschichte: Gehrer und Platter beauftragen Arbeitsgruppe  

erstellt am
23. 03. 06

Fahrplan für konkrete Umsetzungsschritte soll bis Ende Mai vorliegen
Wien (bmbwk) - Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Bundesminister Günther Platter haben eine Gruppe von Experten damit beauftragt, einen „Fahrplan“ für die konkreten Umsetzungsschritte zur Errichtung eines „Hauses der Geschichte der Republik Österreich“ zu erstellen. Zum Leiter der Arbeitsgruppe wurde der langjährige Direktor der Museen der Stadt Wien, Hofrat Dr. Günter Düriegl ernannt, der im „Gedankenjahr 2005“ als wissenschaftlicher Leiter federführend an der großen Staatsvertragsausstellung „Das neue Österreich“ im Belvedere beteiligt war.

Gehrer: „Die Geschichte der Republik Österreich im 20. Jahrhundert geht uns alle an. Es ist wichtig, dass diese Geschichte in einem eigenen Haus anschaulich und vorurteilsfrei vermittelt wird, damit vor allem jüngere Menschen die geschichtlichen Zusammenhänge erkennen und begreifen können.“

Gehrer betont, dass sicherzustellen ist, dass das Ergebnis der Arbeitsgruppe einen „breiten Konsens im Bereich der Wissenschaft, der relevanten gesellschaftlichen Kräfte und der politischen Parteien“ darstellt.

Für das „Haus der Geschichte der Republik Österreich“ wurden seit dem Jahr 1997 zahlreiche Vorarbeiten geleistet. Zur Verfügung stehen zwei große Machbarkeitsstudien von Manfried Rauchensteiner und Stefan Karner sowie eine Studie von Anton Pelinka. Zudem liegen die Konzeptionen für die beiden großen Ausstellungen im Gedankenjahr 2005 vor, d.h. für die Ausstellung „Das neue Österreich“ im Belvedere und für die Ausstellung „Österreich ist frei“ auf der Schallaburg.

Auf Basis dieser Konzepte und Studien soll nun eine grundlegende Konzeption für das Haus der Geschichte der Republik Österreich erarbeitet werden.

Der Auftrag an die Arbeitsgruppe im Rahmen der Erstellung einer Roadmap umfasst die Erarbeitung genauere Durchführungsschritte zur inhaltlichen Konzeption des „Hauses der Geschichte der Republik Österreich“ sowie die Vorlage eines organisatorischen Konzepts, die Erarbeitung von Vorschlägen zu Standort und Finanzierung und die Vorlage eines Zeitplans für die Umsetzung.

Minister Platter: „Um eine möglichst große Vernetzung zu erreichen, soll von der Arbeitsgruppe ein Expertenkomitee vorgeschlagen werden. Damit ist die breite Einbeziehung aller wichtigen Akteure sichergestellt.“

Der Arbeitsgruppe werden neben Dr. Günter Düriegl die folgenden weiteren Experten angehören:

  • Dr. Manfred Jochum - langjähriger Wissenschaftsjournalist und ehemaliger ORF Hörfunk-Generalintendant
  • Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner - Leiter des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Graz, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung und wissenschaftlicher Leiter der Ausstellung „Österreich ist frei“ auf der Schallaburg
  • O. Univ.-Prof. Dr. Herbert Matis - Professor der Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Vizepräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • Mag. Dr. Mario Ortner - Leiter des Heeresgeschichtlichen Museums

Zur Durchführung der Arbeiten wird ein eigenes Büro im Palais Dietrichstein eingerichtet.

     
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