AWO ebnet Austro-Unternehmen Weg zu Auftragsmilliarden von CERN  

erstellt am
07. 04. 06

Internationales Hochenergiephysiklabor CERN schon jetzt einer der ersten Technologiepartner österreichischer Betriebe und guter Kunde für Zulieferungen
Wien (awo) - Das weltweit führende Hochenergiephysiklabor CERN an der französisch-schweizerischen Grenze bei Genf ist ein riesiger internationaler Forschungskomplex mit über 2000 eigenen Mitarbeitern und bis zu 10.000 Forschern aus aller Welt. CERN wird von 20 europäischen Staaten finanziert und Österreich hält an dem Top-Forschungsprojekt einen Anteil von über zwei Prozent. Dutzende österreichische Physiker forschen im CERN oder schreiben ihre Dissertationen zu so verschiedenen Themen wie Röntgenapplikationen und Bildgebung in der Medizin oder Magnetismus im Tieftemperaturbereich.

„Schon für viele österreichische Firmen ist das CERN nicht nur einer der ersten Technologiepartner weltweit, sondern auch ein guter Kunde für Zulieferungen und Dienstleistungen“, sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. „Alleine das Beschaffungsvolumen von einer halben Milliarde Euro an Lieferungen und weiteren 115 Millionen an Dienstleistungen im vergangenen Jahr zeigt den Umfang dieses Projekts.“ In der vergangenen Woche leitete AWO-Experte Ingomar Lochschmidt eine Marktsondierungsreise mit österreichischen Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Edelstahl, Präzisionsguss, Werkzeugbau, Beschilderung, Prototyping und Engineering zu CERN, um potentielle Zuliefermöglichkeiten auszuloten.

Lochschmidt: „Es geht uns darum, das hohe Liefer- und Dienstleistungsniveau Österreichs an das CERN aufrecht zu erhalten und heimischen Unternehmen den Weg zu neuen Aufträgen zu ebnen.“ Wie wichtig persönliche Besuche im CERN und Gespräche nicht nur mit den Einkäufern, sondern vor allem mit den Forschern, die ihre Spezifikationen selbst schreiben, ist, wird von allen CERN-Fachleuten betont, so Lochschmidt weiter. Das Firmeninteresse am CERN-Besuch war groß und des Echo positiv. "Gerade für Unternehmen, die mit Hochenergiephysik direkt nichts zu tun haben, waren der hohe Informationsgehalt und die schnelle, direkte Kontaktmöglichkeit zu den entscheidenden Personen besonders positiv“, lautete der Tenor der Teilnehmer.

Die Marktsondierungsreise zu CERN wurde im Rahmen der Internationalisierungsoffensive von WKÖ und BMWA „go international“ abgehalten und bildet einen Schwerpunkt für österreichische Unternehmen der Bereiche Technologie, Innovation sowie Forschung & Entwicklung.
     
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