Gebirgsjäger und Panzer - 5.600 Mann im Übungseinsatz  

erstellt am
05. 04. 06

Größte Übung des Bundesheeres im Jahr 2006 mit Beteiligung der deutschen Bundeswehr voll angelaufen
Wien (bmlv) - Die am 03. 04. mit einigen (übungstechnisch veranlassten) Schwierigkeiten in ihren Verfügungsräumen eingelangten Truppen kamen heute bereits voll zum Einsatz. Das Vorarlberger Bataillon der Friedenstruppe führt Gegenjagd gegen irreguläre Kräfte durch, die mechanisierten Teile versuchen im Inntal zwischen die Streitparteien einen Keil zu schieben, die Pioniere unterstützten durch den Bau von Brücken und auch einer Seilbahn.

Die Schwimmbrücke über die Ziller z.B. stellt den Wiederaufbau demolierter Infrastruktur im Krisengebiet dar. Sie stünde der Bevölkerung gleichermaßen wie der eingesetzten Truppe für eigenen Nachschub zur Verfügung. Erbaut wurde sie von zwei Zügen des Pionierbataillons 2 aus Salzburg und einigen Gebirgspionieren aus Brannenburg. Sie verfügt über eine Einbaulänge von ca. 35 Metern und eine Tragfähigkeit von 30 Tonnen. Das Alu-Brückengerät ist ein Baukastensystem und eignet sich somit für verschiedene Längen und Traglasten. Mit den Pontons, die als Schwimmkörper dienen, ist sie nach dem Einschwimmen von Schubbooten auch als Fähre verwendbar.

Der Ausbildungsstand, die richtige Ausführung von Kampfabläufen und die zeitgerechte Ausführung von Aufträgen wird von Inspektoren peinlich genau kontrolliert, Schiedsrichter befinden über taktische Erfolge und wachen darüber, dass es zu keinen tätlichen Übergriffen zwischen den agierenden Parteien kommt. Das kann insbesondere dann passieren, wenn sich (dargestellte) Demonstranten überhaupt nicht überreden lassen, das Feld zu räumen und jeder einzelne, der sich (auftragsgemäß) ordentlich wehrt, weggetragen werden muss.

Neben der staunenden Bevölkerung, die überall die Soldaten wohlwollend begleitet, hat so eine Übung auch hochrangige Besuche. Heute waren 25 Militärattachés aus aller Herren Länder kritische Beobachter, morgen wird Bundesminister Günther Platter der Truppe die Ehre geben und übermorgen, Donnerstag, werden einige Generale aus dem Ausland erwartet.

Zur Zeit ist die Übung voll im Plan, obwohl natürlich alle "Black Hawk" verständlicherweise wegen der Hochwassersituation nach Niederösterreich abgezogen worden sind.

Erfreulicherweise sind der Übungsleitung noch keine gröberen Unfälle gemeldet worden.

Dass es leider oftmals zu Staus kommt, ist unter anderem auch der gesteigerten Schaulust der Bevölkerung zuzuschreiben. Das Verteidigungsministerrium bittet aber nach wie vor um Verständnis.
     
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