"Wiener Porträts" in der Hermesvilla  

erstellt am
04. 04. 06

Wien (rk) - "Wiener Porträts" sind in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten von 6. April 2006 bis 7. Jänner 2007 zu sehen. Unter dem Titel "Schau mich an" zeigt die Ausstellung Porträts aus vier Jahrhunderten. Die Bilder, die quer durch alle gesellschaftlichen Schichten führen, geben nicht nur über die Porträtierten Auskunft, sondern erzählen auch Wiener Stadtgeschichte. Die Schau in der Hermesvilla ist bis 26. Oktober jeweils Dienstag bis Sonntag und Feiertag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, ab 27. Oktober von 10 bis 16.30 Uhr. Eintritt: 5 Euro.

Auswahl von 100.000 Bildern in der Porträtsammlung des Wien Museums
Die Ausstellung bietet einen komprimierten Einblick in die große Porträtsammlung des Wien Museums. Hans Moser und Räuberhauptmann Grasl, Kaiserin Elisabeth und "Lionel, der Löwenmensch" sind alle in der Porträtsammlung des Wien Museums vertreten, die über 100.000 Bilder von prominenten, aber auch unbekannten Bewohnern Wiens umfasst. Erstmals wird dieser einzigartigen Sammlung eine eigene Themenausstellung in der Hermesvilla gewidmet: "Schau mich an" erzählt eine Geschichte Wiens anhand der Gesichter der Stadt.

Dabei geht es um mehr als um Porträts als ästhetische Erinnerungsstücke an Menschen. Bildnisse aus mehreren Jahrhunderten werden vielmehr als Zeugen gesellschaftlicher Entwicklung präsentiert, die viel über soziale Rangordnung, inszenierte Macht, Schönheitsideale und moralische Werte verraten. Daraus ergeben sich Leitfragen der Ausstellung: Wer ließ sich überhaupt porträtieren und zu welchem Zweck? Von welchen Menschen haben wir heute keine Bildzeugnisse und warum? Worin unterscheiden sich Porträts unterschiedlicher Gesellschaftsschichten?

"Schau mich an" zeigt in elf Kapiteln über 300 Exponate aus vier Jahrhunderten. Zu den Highlights zählen u. a. Bilder von Hans Makart, Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich von Amerling, Carl Moll, Max Oppenheimer, Richard Gerstl und Trude Fleischmann. Porträts, die in der Sammlung als "Unbekannt von Unbekannt" inventarisiert sind, werden ebenso gezeigt wie Fahndungsfotos und Werbebilder für Prater-Schausteller, Totenmasken berühmter Künstler, Wachsfiguren, Politikerplakate, Marmorbüsten und Nippes: Eine repräsentative Auswahl aus der umfangreichen Sammlung des Wien Museums - und zugleich ein aufschlussreiches Kaleidoskop der Wiener Gesellschaft im Wandel der Zeit.
     
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