Wissenschaftsmagazin "Forschen & Entdecken"  

erstellt am
20. 06. 06

Zukunftsperspektiven schaffen; Wissen pauken ist gut, sich für Gelerntes begeistern und darüber nachdenken ist besser
Wien (rk) - Im Rahmen einer multimedialen Festveranstaltung im Media Quarter Marx präsentierte die Stadt Wien am 19.06. ihr neues Wissenschaftsmagazin "Forschen & Entdecken". Unter dem Motto "Let's talk about Science" sprachen u.a. Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Wittgensteinpreisträger Dr. Renée Schroeder und Prof. Dr. Rudolf Taschner, Ethikexperte Dr. Peter Kampits, Universal Music Österreich-Chef Hannes Eder und Chefredakteurin Petra Stuiber mit Moderatorin Dr. Barbara Rett über Wissen, Forschen und Innovation in Wien. Tenor der Veranstaltung: In dieser Stadt wurden in den letzten Jahren im Bereich der Forschung, Wissenschaft und Innovation sehr gute Zukunftsperspektiven geschaffen. Die Förderung von Wissen aber auch die Vermittlung desselben hat oberste Priorität.

"Es ist wichtig," so Bürgermeister Dr. Michael Häupl, "nicht nur Wissen in die Köpfe hineinzustopfen, sondern Begeisterung und Neugierde bei den jungen Menschen bzw. bei der Allgemeinheit dafür zu wecken. Unser Anliegen ist es, mit dieser neuen Publikation zu zeigen, dass Wien nicht nur Stadt der Kultur, sondern auch Stadt der Wissenschaft ist, auf die man stolz sein kann und in der es sich toll leben lässt." Wien habe in den letzten 25 Jahren im Bereich der Wissenschaft und Forschung rasant aufgeholt, stellte Universal Music Österreich-Chef Hannes Eder fest. Durch seine Vielfalt sei Wien ein guter Nährboden für Kreativität, denn es gebe hier alle Formen von Kunst und Wissenschaft - das werde auch international attestiert. Dass Wissenschaft auch für die breite Bevölkerung bedeutend ist, betonte Mathematiker Prof. Dr. Rudolf Taschner: "Forschung muss auch mit guter Forschungs- und Wissensvermittlung verbunden sein. Es geht längst nicht nur um die Ausbildung zu Spitzenforschern, sondern es geht auch um die praktische Wissensvermittlung." Wie wichtig das Thema Verantwortung ist, zeigte sich in der Diskussion über Ethik in der Wissenschaft. Bei der Frage, wie weit dürfe die Wissenschaft gehen, sagte Bürgermeister Häupl: "Heute laufen die Verwertungsinteressen von wissenschaftlichen Erkenntnissen schnurgerade in die Ökonomie. Dabei muss man sich jedoch einer gewissen Verantwortung bewusst sein. Die Grenzziehung erfolgt nicht in der theoretischen, sondern in der angewandten Wissenschaft." Dr. Renée Schroeder fügte hinzu, dass Grenzen in den Köpfen der Menschen entstehen. Ethische Fragen sollten auch nicht den Kirchen überlassen werden. Man könne keine allgemeinen Regeln aufstellen, sondern müsse von Fall zu Fall entscheiden. Dass Wissenschaft ein Revival erlebt, betonte Ethikexperte Prof. Dr. Peter Kampits, Dekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Uni Wien: "Wissenschaft ist in und ein wichtiger Zukunftsbereich - heute geht es nicht mehr um das Herunterleiern von Verbots- und Gebotstafeln." Ethik brauche einen liberalen Zugang und dennoch das Gewissen zur Einhaltung von bestimmten Regeln.

Die aktuelle 2. Ausgabe von "Forschen & Entdecken" mit den Hauptthemen "Forschen & Ethik", "Mode & Design", "Mathematik" (u.a. Rudolf Taschner) sowie "Fußball & Informatik" erscheint in einer Auflage von 40.000 Stück und wird per Post gratis verteilt bzw. an alle Abonnenten geschickt. Das Wissensmagazin erscheint viermal jährlich und kann im Internet unter www.top.wien.at/abo/ sowie unter der Hotline 277 55 kostenlos bestellt werden. Zusätzlich zum Magazin gibt es die Website www.forschen- entdecken.at/ sowie eine wirklich hervorragende Zusammenstellung aller wissenschaftlichen Aktivitäten der Stadt unter www.forschung.wien.at/ , mit umfangreichen Informationen über Neues aus der Forschungslandschaft in Wien.

Das Wissenschaftsmagazin "Forschen & Entdecken" gehört zur neuen Medienproduktpalette der insgesamt sechs zielgruppenspezifischen Magazine der wien.at-Familie, die der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53) seit Frühjahr 2006 herausgibt. Das "Magazin für kluge Köpfe" richtet sich nicht nur an Experten, sondern an alle Bevölkerungsgruppen. "Dieses Magazin will zeigen, was sich alles in diesem Bereich in Wien aber auch international tut, welche exzellenten ForscherInnen, Kreative und Firmen hier tätig sind - und was das alles mit unserem "normalen" Leben zu tun hat", so Chefredakteurin Petra Stuiber. Renommierte Wissenschafts-Autoren schreiben leicht verständlich und informativ zu aktuellen Themen - und schaffen damit ein Medium, das Inhalte aus Wissenschaft und Forschung für jeden interessant macht, vor allem dann, wenn sie anschaulich beschrieben werden.

"Es ist wesentlich für die Stadt", so Bürgermeister Dr. Michael Häupl, "im Wettbewerb der Wissenschaften, der Ideen, des Geistes und der Kreativität zu reüssieren, um hoch qualifizierte Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern. Kurzum: Ziel ist es, Wien zur Forschungshauptstadt von Mittel- und Osteuropa zu machen." In Wien wurden in den letzten fünf Jahren im Bereich Wissenschaft und Forschung 10.000 Arbeitsplätze geschaffen. Derzeit gibt es in der Bundeshauptstadt 800 wissenschaftliche Einrichtungen, in denen rund 3.800 Spitzen-WissenschaftlerInnen tätig sind.
     
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