Land Steiermark bietet Fortbildungstag für psycho-soziale Helfer an  

erstellt am
27. 06. 06

Steirische Krisenintervention setzt auf Qualität
Graz (lk) - Absolute Professionalität steht bei der Koordinationsstelle Krisenintervention im Vordergrund. Rund 250 ehrenamtliche Mitglieder zählt das Kriseninterventionsteam (KIT) des Landes Steiermark bereits – dadurch ist eine flächendeckende psycho-soziale Betreuung für Menschen gewährleistet, die außergewöhnlich belastenden, plötzlich und unerwartet eintretenden Lebensereignissen ausgesetzt sind, wie etwa nach dem Tod eines Angehörigen, nach schweren Unfällen oder bei Naturkatastrophen.

Nachdem die Mitarbeiter schon eine 80stündige Grundausbildung absolviert haben, steht nun für sie am 1. Juli ein Fortbildungstag auf dem Programm. „Ein hoher Wissensstand sowie hohe Motivation unserer KIT-Mitarbeiter haben für uns höchste Priorität – daher wollen wir mit diesem Lehrgang die Qualität der Betreuung sicherstellen und halten“, wird seitens der Leitung des Kriseninterventionsteams (Dr. Katharina Purtscher, Edwin Benko und Mag. Helmut Kreuzwirt) betont.

Im Mittelpunkt dieser Fortbildungsveranstaltung steht die Krisenintervention bei Kindern und Jugendlichen – einer der Fachvorträge beschäftigt sich mit speziellen Hilfsangeboten nach traumatischen Einzelereignissen. Doch auch auf den interkulturellen Aspekt in der Akutbetreuung und in der Trauerbegleitung wird bei dieser Tagung großes Augenmerk gelegt. Zusätzlich wird unter anderem in einem Workshop das Thema „Stressverarbeitung nach besonders belastenden Einsätzen“ behandelt. Derartige Einsätze können nämlich auch bei den Helfern zu traumatischen Krisen führen, weshalb es notwendig ist, ihnen zur Verarbeitung der schockierenden Situationen und Bilder eine professionelle Unterstützung anzubieten.
     
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