Grossmann: Nichtrauchen muss die Norm sein  

erstellt am
16. 11. 06

Wien (sk) - "Die traurige Tatsache, dass jährlich rund 14.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben und immer mehr junge Menschen regelmäßig rauchen, ist ein akuter Handlungsauftrag für alle politischen EntscheidungsträgerInnen", erklärte die Kinder- und Jugendsprecher der SPÖ, Elisabeth Grossmann, am 15.11. gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Österreich ist im internationalen Vergleich ein Raucherparadies und ein Entwicklungsland was den Nichtraucherschutz betrifft. "Deshalb begrüße ich alle Vorschläge - von welcher politischen Seite auch immer - die derzeit aus den einzelnen Ländern kommen und einen stärkeren Nichtraucherschutz zum Ziel haben", betonte Grossmann. Für bedenklich hält die steirische Abgeordnete, dass Rauchen als Norm gilt und NichtraucherInnen in so genannte Nichtraucherecken und Abteile zusammengepfercht werden. "Dieses System muss umgedreht werden: Nichtrauchen muss die Norm sein, deshalb sollten 70 Prozent - 80 Prozent der Flächen von Lokalen verpflichtend NichtraucherInnen vorbehalten werden", forderte Grossmann.

Wer auf den Glimmstängel nicht verzichten kann, soll sich in eigene (etwa durch Glasplatten) abgetrennte Bereiche zurückziehen. Derartige Beispiele haben sich in vielen Ländern bewährt. Die Gastronomie verzeichnete nach anfänglicher Skepsis sogar Umsatzsteigerungen vor allem bei den Speisen. Um gerade die Jugend vor einem Einstieg in eine Suchtkarriere zu bewahren sind auch Präventionsprogramme zu forcieren. Dabei muss allerdings betont werden, dass die beste Prävention das gute Vorbild der Erwachsenen ist, "denn was nützt die beste Erziehung, Kinder machen uns doch alles nach", so Grossmann abschließend.
 
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