Plassnik: Dreijahresprogramm für Kampf gegen die weltweite Armut  

erstellt am
15. 11. 06

Österreichs finanzieller Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut erreicht 2005 mit 1,2 Milliarden Euro einen historischen Höchststand
Wien (bmaa) - "Für mich ist die Entwicklungszusammenarbeit und damit der bedingungslose Kampf gegen die Armut, die Förderung von Frieden, die Unterstützung von Frauen und Randgruppen der Gesellschaft in den ärmsten Ländern der Welt ein zentrales außenpolitisches Anliegen. Dass wir im Jahr 2005 erstmals die Milliarden-Grenze überschreiten konnten und mit mehr als 1,2 Milliarden Euro einen historischen Höchststand an finanzieller Unterstützung für unsere Partnerländer bereit stellen konnten, ist auch Ausdruck unseres klaren Bekenntnisses zu den UNO-Milleniumszielen und zur ausgezeichneten Zusammenarbeit mit unseren internationalen und europäischen Partnern", sagte Außenministerin Ursula Plassnik, nachdem das Dreijahresprogramm 2006-2008 zur österreichischen Entwicklungszusammenarbeit am 14.11. im Ministerrat beschlossen worden war.

Das Dreijahresprogramm 2006-2008 bildet die strategische Grundlage für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit, die in Kooperation mit den österreichischen Nichtregierungsorganisationen und vielen engagierten Partnern in konkrete Projekte umgesetzt wird. "Ich möchte mich an dieser Stelle für den Idealismus, die Einsatzbereitschaft und die Professionalität unserer Partner bedanken. Ohne sie und ohne den Beitrag vieler privater Initiativen wären die konkreten Fortschritte nicht möglich", so Plassnik.

Das Dreijahresprogramm 2006-2008 umfasst die internationalen Zielsetzungen von UNO, EU und OECD. "Wir müssen im Rahmen der internationalen Staatengemeinschaft unsere Programme und Ziele bestmöglich aufeinander abstimmen. dabei sind die UNO-Milleniumsziele unsere gemeinsame Basis" sagte Plassnik und unterstrich weiters "Ein Hauptanliegen unserer Entwicklungszusammenarbeit besteht darin, Frauen als Partnerinnen zu gewinnen und sie bevorzugt zu fördern: so wird jedes einzelne EZA-Projekt dahingehend überprüft, ob es den Anliegen und besonderen Interessen von Frauen Rechnung trägt. Ich habe unter anderem auch die Zeit des österreichischen EU-Vorsitzes sehr bewusst genützt, um Menschenrechtsaktivistinnen zum Beispiel in Lateinamerika zu unterstützen oder die Rolle von Frauen beim Wiederaufbau nach bewaffneten Konflikten zu stärken", betonte Plassnik.

Die Außenministerin verwies weiters darauf, dass Österreich im Rahmen des EU-internen Fahrplanes das UNO-Ziel von 0,7 Prozent des BNE für Entwicklungszusammenarbeit bis 2015 erreichen werde.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit kooperiert mit Partnerländern in den sechs Schwerpunktregionen Ostafrika, Südliches Afrika, Westafrika, Himalaya-Hindukusch, Zentralamerika, und Südosteuropa sowie mit Palästina und Moldau. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Bereiche Wasser und Siedlungshygiene, Ländliche Entwicklung, Energie, Privatsektorentwicklung, Bildung sowie verantwortungsvolle Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Konfliktprävention und Friedenssicherung.
 
zurück