"Panorama-Kunst" beim Olympiastadion  

erstellt am
24. 11. 06

Innsbruck (rms) - Das neu gestaltete Lichtbild „Cyclorama“ präsentierte Innsbrucks Tiefbaustadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter gemeinsam mit Architekt DI Karl Heinz, dem Künstler Dr. Thomas Feuerstein sowie Landesbaudirektor DI Robert Müller und Tiefbauamtsleiter DI Dr. Walter Zimmeter am 24.11. im neuen Kreisverkehr bei Olympia-Stadion.

„Die FußgängerInnen- und Radwegunterführung bei der Kreuzung Resselstraße/Anton-Ederstraße beim Innsbrucker Eisstadion ist jetzt nicht nur ein architektonisch, sondern auch künstlerisch außergewöhnliches Tiefbauprojekt“, erklärt die für den Tiefbau zuständige Innsbrucker Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter.

360-Grad-Panoramafoto – 108 Meter lang und 35 cm hoch
„Den kreisförmigen, etwa 108 Meter langen und 35 Zentimeter hohen Leuchtbalken im Rondell der Unterführung habe ich mit einem 360-Grad-Panoramafoto gestaltet, das in der Nähe des Kreisverkehrs aufgenommen wurde. So ist ein schmaler Ausschnitt Innsbrucks entstanden, aus dem bei genauerer Beobachtung bekannte Innsbrucker Bilder entdeckt werden können“, so Künstler Thomas Feuerstein. Das Panoramafoto wurde mittels lichtdurchlässiger Folie auf Leuchtkästen montiert.

„Der Titel Cyclorama nimmt auf die Architektur des Rondells Bezug, in der das Lichtband an ein Zyklotron oder einen Teilchenbeschleuniger erinnert. Das Cyclorama versteht sich als malerisches Lichtbild, das im Unterschied zu historischen Panoramen nicht die Malerei der Realität anzunähern, sondern die verkehrstechnisch und medial optimierte Welt über die Malerei zu entschleunigen sucht“, so der Künstler weiter.

Für Architekt Heinz eignet sich der Platz durch seine offenen und hellen Räume hervorragend für das Panoramabild: „Wer nahe genug davor steht, kann Innsbruck aus neuen Blickwinkeln betrachten.“

„Unterführungen sind eigentlich Relikte aus den 70er Jahren und man ist von dieser Bauweise abgekommen“, meint Innsbrucks Tiefbauamtsleiter Zimmeter. Dieses dreistöckige Bauprojekt wurde für Fußgänger, Radfahrer sowie für den Verkehr optimal konzipiert und zudem mit einer künstlerischen Note versehen.

„Wir wollen mit diesem Projekt Kunst am Bau zeigen, dass sich auch im Innsbrucker Tiefbau Funktion, Gestaltung und Kunst einander äußerst gut ergänzen können“, so Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter abschließend.
 
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